Volkstanzleiter-Ausbildung in Pfaffenhofen – Teil II im November in Holzhausen

„Tanzn wia da Lump am Stecka“- so hat es früher geheißen, wenn einer gut und vor allem gerne getanzt hat. Und das hat man ihm auch angesehen. An der Art, wie er sein Deandl drehte, an seiner Körperspannung, seiner Mimik und seinem fröhlichen Gesichtsausdruck. – Gibts denn was Schöneres, als zu einer guten Musik die passenden Schritte zu haben?

Mit Begeisterung und Freude am bayrischen Volkstanz sind die Tanzleiter bei der Sache. Die Gruppe Gleichgesinnter sind zur Tanzleiter-Ausbildung nach Pfaffenhofen gekommen, um
Motivation mit nach Hause zu nehmen und die Begeisterung für das bayrische Tanzen zu wecken. „Die Teilnehmer aus ganz Bayern treffen sich hier zum ersten Mal und sind wie eine große Familie“, so Organisator Alois Riedl (Arbeitsgemeinschaft Volkstanzleiter). Riedl war es auch, der die Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Trachtenverband in die Wege leitete.

Methodik des Tanzens, Wissen über Tanzgeschichte, Historie und Kindertanz, Lehrmethoden und Erfahrungsaustausch standen ebenso auf dem Programm, wie die praktische Umsetzung einer Tanzstunde und das Tanzen mit Anfängern und die Organisation von Tanzfesten und Auftritten.

Willi Bauer hatte keine Mühe, mit seinem Akkordeon die in allen Gegenden Bayerns beheimateten Volkstänze zu spielen. Die Teilnehmer durften sich praktisch einbringen und waren Lehrer und Schüler zugleich. Dabei gingen die Referenten Erika Koller, Klaus und Birgit Fillafer auf das Vortanzen, die Aufstellung im Raum, die Handfassung sowie Tanzausführung und das Kommando ein und gaben Hinweise, die das Erlernen eines neuen Tanzes erleichtern. Auf unterschiedliche Art und Weise wurde vermittelt, wie man Kinder und junge Leute in der heutigen Zeit für Volkstänze begeistern kann und welche Möglichkeiten es gibt, die Grundschritte einzustudieren. Während der Musikkunde durch Veronika Baierl gab es Gelegenheit zu Rhythmusübungen. Die Dokumentation von Tänzen war ebenfalls ein begehrtes Thema.

Nach dem abgeschlossenen Teil 2 (13.-15. November 2015 im Trachtenkulturzentrum Holzhausen) erhalten die Teilnehmer nach schriftlicher und praktischer Prüfung das Zertifikat des gesamtdeutschen Tanzleiters der Deutschen Gesellschaft für Volkstanz (DGV).

Volkstanz kennt keine Grenzen und verbindet Menschen und Nationen aller Altersklassen. Das Ziel der Gruppe ist erreicht – „alle tanzn wia da Lump am Stecka“.

Anna Felbermeir

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg