Volksmusikalischer Fastenzeit-Höhepunkt in der Wallfahrtskirche Maria Eck

Eine eindrucksvolle Musikantenmischung machte auch das dritte Singen und Musizieren zur Hlg. Passion in der Wallfahrtskirche Maria Eck zu einem eindrucksvollen Erlebnis, und diente Mitwirkenden wie Besuchern als
tief gehende Vorbereitung auf die Karwoche und das Hochfest der Auferstehung Christi. Ein volksmusikalischer Fastenzeit-Höhepunkt der durchaus mehr Interesse verdient gehabt hätte. Mit feinfühligen und dem sensiblen Kirchenraum angepassten Intonationen und Bläser-Meditationen bildete die „Rupertino Brass“ aus Teisendorf einen starken Rahmen für die Lieder und Weisen, die die verbindenden Gedanken von Guardian Bruder Franz tief in den Herzen der aufmerksamen Zuhörer verankerten. Ausgewogener und selten sensibler Zusammenklang von Euphonium, Tuba, Flügelhorn und Trompete beeindruckte bei „in Ewigkeit“ und einigen meditaiven Melodien ebenso wie bei der abschließenden
„Hohenaschauer Weis“. Mit feinem aber dennoch kräftigem Dreiklang überzeugte einmal mehr der Hammer Dreigesang, der seine Lieder wie „Und unserer liaben Frauen“, „Kommt ihr Sünder, Ach mein Jesus deine Schmerzen“ oder „So bist du nun verblichen“ sorgfältig und dem Anlass gerecht ausgesucht hatte und dabei von von Elisabeth Daubner mit der Harfe begleitet wurde. Die Ottinger Klarinettenmusi mit drei Klarinetten und Kontrabass, untermalt von Harfe und Steirischer Harmonika setzten bei einem langsamen Walzer oder dem „Menuett zur Passion“ interessante Klangbilder und griffen zum Teil in ihren Weisen die Melodien der Lieder wieder auf. Den Gegenpart dazu bildete die Küahleiten Soatnmusi, die mit zwei Gitarren, Zither und Kontrabass feinste Klänge in das Kirchenschiff streute. Mit einer „Marienweise“, „In der Fastenzeit“ und der „Elisabeth- Weise“ verstanden sie es trotz der Kälte in der Wallfahrtskirche Ruhe und
Geborgenheit zu vermitteln und erzeugten beim „Pfraundorfer Menuett“ eine überraschende Symbiose im Zusammenspiel von Violine und Zither. Die Veranstalter des Passionssingens, die Siegsdorfer Sänger mussten diesmal ohne Hans Ramstötter auskommen, Hans Mader, Sepp Berthold und Sigi Brandl überzeugten aber auch als Dreigesang mit kirchenfüllendem, kräftigem Männer-Dreiklang. Auch sie überraschten mit ausgesuchtem Liedgut, wie „Da Jesus in den Garten ging“, „O Wachet und Betet“, „Es war einmal ein Dornbusch“ und „O Jesus wo gehest du hin“, zu denen sie Peter Graspeuntner routiniert auf der Zither begleitete. Bruder Franz verstand es den Leidensweg Christi von der Nacht am Ölberg bis zum Tod am Kreuz verständlich zu interpretieren, transportierte die Erkenntnisse in die Gegenwart und vermittelte so einen Weg, Hoffnung und Zuversicht aus Tod und Erlösung zu gewinnen. „Der Tod Christi am Kreuz war
kein Untergang, mit der Auferstehung wurde er zu unserer Erlösung – Die Liebe hat gesiegt!“, schloss Bruder Franz Maria seine Meditation und dankte den Sängern und Musikanten für ihre Bereitschaft mit Liedern und Weisen die
Botschaft des Evangeliums in die Welt zu tragen.

Bericht und Bilder: Franz Krammer

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg