Tourismus-Gespräch in Bad Endorf – Fusion befürwortet

Über die touristische Weiterentwicklung sowie wichtige Infrastrukturprojekte haben kürzlich der CSU-Landratskandidat Wolfgang Berthaler und der Rosenheimer Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner mit Alois Loferer, CSU-Bürgermeisterkandidat für Bad Endorf, diskutiert Zu der Ortsbesichtigung hatten Alois Loferer und sein CSU-Gemeinderatsteam eingeladen.

Das Thema „Zukunft des Gesundheitstourismus“ stand bei der Besichtigung der Chiemgau-Thermen im Mittelpunkt. Geschäftsführer Jens Stadler sowie der Vorstand der Gesundheitswelt Chiemgau AG, Dietolf Hämel, führten durch die Trainingseinrichtung Promoveo, das Jod-Thermal-Bad sowie angeschlossene Einrichtungen und informierten über die aktuelle Situation der GWC.

Zusätzlich zum kostenaufwendigen Thermenbetrieb seien umfangreiche technische und bauliche Maßnahmen zu stemmen, so Hämel.  Ein Teil der Konsolidierung kann über Reduktion der Betriebskosten und eine bessere Auslastung erfolgen. Bürgermeisterkandidat Loferer bedauerte, dass die Chiemgau-Thermen nur begrenzt als touristischer Leuchtturm der Gemeinde wahrgenommen würden. Für ihn und seine CSU-Gemeinderatskandidaten sei es daher zwingend nötig, eine vollkommen neue Marketingstrategie zu entwickeln. Betrieb und Gemeinde müssten aus seiner Sicht stärker kooperieren.

Neben der Kooperation mit den direkten Nachbargemeinden spricht sich die die CSU Bad Endorf für eine Fusion des Chiemsee-Tourismusverbands der Landkreise Rosenheim und Traunstein aus. Berthaler sagte für den Fall seiner Wahl zum Landrat zu, zügig die Initiative für die Fusion zu ergreifen: „Dieses Projekt steht auf meiner Prioritätenliste ganz oben.“

Auch Landtagsabgeordneter und Tourismussprecher der CSU-Landtagsfraktion Klaus Stöttner betonte, dass die Bildung größerer Vermarktungseinheiten für den Tourismus in der Region und ganz Bayern wichtig sei. „Der Bayerntourismus verzeichnet aktuell zwar einen Zuwachs, doch ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt, dass die großen Städte wie München bei den Übernachtungen zulegen, während wir im ländlichen Raum nach und nach an Betten verlieren“, so Stöttner. Regionale Leuchtturmprojekte wie die Chiemgau-Thermen könnten in einem fusionierten Tourismusverband besser vermarktet werden.

Bei der Lösung von baulichen Problemen im Zusammenhang mit der GWC bekräftigen Berthaler und Stöttner ihre Unterstützung, um mit Behörden und Gremien in Kreis, Bezirk und Land im engen Schulterschluss einen Weg aus der Krise zu finden.

Foto:

Der CSU-Landratskandidat Wolfgang Berthaler beim Rundgang in den Chiemgau-Thermen in Bad Endorf.

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg