Theaterfreuden in Hittenkirchen

Mit der Komödie „Fußball-Kini“, einem Bolzplatz-Schwank in drei Akten von Ralph Wallner, erfreute das bewährte und routinierte Laienspielerensemble um Spielleiter Franz Wörndl die Premierengäste am Samstagabend im vollbesetzten Trachtenheim.

Die Komödie spielt in einem Sommer der 60er Jahre. Tscharlie (Michael Schnaiter) ist von zu Hause ausgezogen und haust nun in einer Hütte am Waldrand. Fußball ist seine Leidenschaft, weshalb er auch die Wette eingeht, in vier Wochen eine Mannschaft aufzustellen, die gegen den Verein seines besten Freundes Oanser (Wolfgang Schuster) gewinnen soll.

Das Spiel ist eine willkommene Abwechslung in Bolzbach, hier sehen die wilden 60er Jahre allerdings anders aus. Dass Tscharlies Leben wegen eines Familienzwists mit seiner Mutter Cilla (Alexandra Bauer) aus den Fugen zu laufen droht, gerät dabei fast ins Abseits. Große Probleme bereiten Tscharlie jedoch, genügend Leute für eine Mannschaft zu gewinnen und so versucht er Dorfpfarrer Beichtl (Eugen Unterstrasser), den ehemals gefürchteten „linken Fuß Gottes“, zu reaktivieren. Auch Lucki Brennbichler (Franz Wörndl), genannt „Schlucki“, wird von Tscharlie auf seine Fußballtauglichkeit getestet, doch wegen dessen dauerhaften Probierens seines „Schwarzgebrannten“ kann er ihn nicht als Spieler brauchen. Da meldet sich die junge hübsche Antonia (Magdalena Wöhrer), die behauptet, gut Fußball spielen zu können. Doch eine Fußballspielerin ist in den 60er Jahren noch undenkbar. Bleiben noch die schrille Franziska „Fanni“ (Theresa Pfaffinger) und die moralische Volksschullehrerin Sophia Sittsam (Lisa Forstner), auch „Sitten Sofferl“ genannt, die mit ihren Aktionen ebenfalls für Verwirrungen auf der Bühne sorgen. Wie sich diese Verwirrungen lösen oder auch nicht, kann man an den weiteren Spieltagen erfahren.

Die begeisterten Besucher belohnten das gekonnte Spiel der Darsteller mit herzhaftem Lachen und häufigem Szenenapplaus, wobei Franz Wörndl neben seiner Regie in der kurzweiligen und humorvollen Gesamtinszenierung auch erneut ein gutes Händchen bei der jeweiligen Rollenbesetzung bewies.

Starker Beifall belohnte ebenso die vielen Helfer vor und hinter der Bühne. Lob galt hierbei Souffleuse Andrea Scheck und Irmgard Schuster für den Kartenvorverkauf und den zahlreichen Helfern hinter den Kulissen, die sich um Bewirtung, Requisiten und Technik kümmerten. Umrahmt wurde der Abend von der jungen Tanzlmusi „Ochablech“ aus Unterwössen.

Gespielt wird im Hittenkirchner Trachtenheim noch vier Mal: am Freitag, 25., am Samstag, 26. November, jeweils um 20 Uhr, am Sonntag, 27. November, um 19 Uhr und noch einmal am Samstag, 3. Dezember, um 20 Uhr. Restkarten gibt es im Vorverkauf in der Kumpfmühle, Telefon 08051/1568.

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BU: Tscharlie (rechts) und seine Freud „Oanser“ wetten um den Gewinn eines Fußballspiels. Antonia (links) und Fanni haben jedoch mit den beiden Anderes im Sinn.

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg