Seebrucker Sommerkonzert – Eindrucksvolles Volksmusikerlebnis

„Es war mit Abstand das schönste Volksmusikkonzert, das ich je gehört habe.“ Über Aussagen wie diese und viele weitere Dankesworte der Besucher des „Seebrucker Sommerkonzertes 2015“ durften sich die drei Musiker Andreas und Hans Niedermaier aus Seebruck, sowie Moritz Demer aus Antwort bei Bad Endorf erfreuen. Ihnen liegt es sehr am Herzen, nicht nur ein Konzert wie viele andere zu gestalten, sondern durch ihre Musik eine Verbindung zum Publikum zu schaffen, die beide Seiten an der positiven Ausstrahlung ihrer Musik teilhaben lässt. Dass ihnen dies mit ihrem vielseitigen Programm vergangenen Freitag in der Seebrucker Pfarrkirche gelungen ist, beweisen sicherlich nicht nur die über 100 Gäste, die dem Konzert gespannt folgten, sondern auch die großartige Atmosphäre, die in der Kirche herrschte. In ihrer ungewöhnlichen Triobesetzung führten sie durch Musik vieler Epochen und Stile. Andreas Niedermaier an der Diatonischen Harmonika, sein Bruder Hans Niedermaier an der Volk- und Konzertharfe, sowie ihr Musikerfreund Moritz Demer an der Volksharfe. Im Trio hielten sie sich an Stücke der alpenländischen Volksmusik, die sie fast alle als Lieblingsstücke bestimmten Menschen aus ihrem nähesten Umfeld widmeten. Zudem arrangierten sie einen Marsch von Ludwig van Beethoven, den er original für Militärmusik schrieb, für ihr Trio – den Yorkscher Marsch. Zwischen zwei Blöcke die von der Volksmusik dominiert waren, betteten sie einen Teil, der durch die ernstere Musik des Barock bis zum französischen Impressionismus bestimmt war. Durchdacht wirkte die Verbindung einer Sarabande von G.F. Händel, kombiniert mit einer Gigue von A. Corelli, die durch eine Sarabande von Nino Rota beschlossen wurde. Der französische Part gehörte Erik Satie und Marcel Tournier. Das „1ere Gnossienne“ von Satie arrangierten die Brüder Niedermaier für Harmonika und Harfe. Die harmonische Verbindung zum „Berceuse Russe“ von Marcel Tournier, in das sie es direkt münden ließen, war so deutlich, dass es quasi unbemerkt passierte. An vielen Raffinessen wie dieser unterstrichen sie ihr Geschick mit dem Umgang des musikalischen Materials und dessen Zusammenstellung, sodass ein roter Faden die Zuhörer durch das Programm führte. Ihre Ausbildung erhielten die Drei Musiker an renommierten Musikhochschulen wie dem Salzburger Mozarteum, der Hochschule für Musik und Theater München und der Musikhochschule Trossingen. Nachdem sie so viele positive Rückmeldungen noch im Nachhinein erhielten, möchten sie auch im nächsten Jahr wieder ein Konzert in der Seebruck Pfarrkirche gestalten und freuen sich schon wieder auf ein gemeinsames Musizieren sowie einem interessiertem Publikum.

 

Andrea Aschauer

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