Schloss Herrenchiemsee auf dem Weg zum Weltkulturerbe

„Die erste Hürde ist geschafft“, erklärt der Landtagsabgeordnete und Tourismuspolitische Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, Klaus Stöttner, nach dem Bekanntwerden der neuen Nominierungen für die UNESCO-Weltkulturerbeliste, auch Tentativliste genannt. Klaus Stöttner hatte im Jahr 2007 federführend die Bayerische Staatsregierung mit einem entsprechenden Antrag  zur Aufnahme der Märchenschlösser von König Ludwig II. in die Liste aufgefordert. Auf der Kultusministerkonferenz (KMK) wurden nun die Schlösser, darunter Herrenchiemsee, der Linderhof und Schloss Neuschwanstein, in die Vorschläge mit aufgenommen.

Wie der Abgeordnete sagte, bringe ein Weltkulturerbe-Titel den Tourismus in der Region weiter voran: „Wir brauchen keinen Massen-, sondern Qualitätstourismus. Dieser hebt uns gegenüber anderen Ferienregionen ab und stärkt vor allem auch die vielen familienbetriebenen Hotels und Gaststätten im ländlichen Raum, die auf die Touristen angewiesen sind!“

Die Aufnahme der Märchenschlösser in das UNESCO-Weltkulturerbeprogramm werde die touristische Nachfrage nach den ohnehin schon bekannten Wirkstätten König Ludwigs steigern. Insgesamt rechnet Stöttner mit einer 15- bis 20-prozentigen Umsatzsteigerung durch neue inländische, aber auch ausländische Touristen.

Über eine Aufnahme in das UNESCO-Weltkulturerbe muss nun in einem nächsten Schritt das World Heritage Committee entscheiden, das einmal im Jahr über die Aufnahmeanträge der einzelnen Staaten entscheidet. „Es würde mich sehr freuen, wenn die Märchenschlösser von König Ludwig II. in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen werden, das wäre eine Bereicherung für den bayerischen Tourismus“, erklärte Stöttner abschließend.

Foto: Schloss Herrenchiemsee (LRA Rosenheim)

Anton Hötzelsperger

Nachrichten

Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg