Sänger- und Musikantenhoagascht in Hittenkirchen zum 39. Mal erfolgreich

Auch in diesem Herbst organisierte am vergangenen Samstag der Hittenkirchner Trachtenverein – bereits zum 39. Mal – wieder seinen Sänger- und Musikantenhoagascht. Das Trachtenheim war sehr gut besetzt, als 2. Vorstand Florian Wörndl den vielen Freunden der Volksmusik einen vergnüglichen Abend wünschte.

Die „Schlossanger Musi“ um Uli Haslberger aus dem östlichen Landkreis München eröffnete in einer klassischen Stubnmusikbesetzung den musikalischen Reigen. Im Laufe des Abends wechselten die Musikanten immer wieder die Instrumente und wurden dann zur Okarinamusi, einer Besetzung mit steirischer Ziach oder einer Gitarrenbesetzung mit Melodiegitarre. Heini Albrecht aus Wolfsberg/ Siegsdorf, selbst Vollblutmusikant und Leiter der Musikschule Inzell, fungierte als Ansager und führte mit humorvollen Versen und Geschichten durch das Programm. Im zweiten Teil stellte er auch die mitwirkenden Gesangs- und Musikgruppen im Gespräch vor. Leider musste er den Anwesenden mitteilen, dass die „Stoaberg Sängerinnen“ aus dem Berchtesgadener Land kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen absagen mussten. Deshalb waren der „Haushamer Bergwachtgsang“ aus dem Landkreis Miesbach, alles aktive Bergwachtmitglieder, und der „Bernberger Zwoagsang“, als Gesangsgruppen stärker eingebunden. Ihre Lieder vom lebfrischen oder jagerischen Leb’n, vom Bauernstand, von der Liab und dem Almabschied passten wunderbar in die Jahreszeit. Mit dem Hochberg-Trio, in der Besetzung mit zwei Zithern und Kontragitarre, trat eine schmissige Gruppe auf, die sich um den Musikanten Manfred Wörnle aus Mittenwald und Albert Lana aus Siegsdorf zusammengefunden hat. Ihre Melodien und die Spielweise rissen die Zuhörer mit, wofür sie, wie auch die anderen Gruppen, für ihre in Blöcken abwechselnden Darbietungen großen Applaus erhielten. Zum Ende des offiziellen Programms gab Albrecht dann noch „das Aus“ der heimischen Gesangsgruppe, dem „Bernberger Zwoagsang“, bekannt. Nach 14 Jahren gemeinsamen Singens ist aus privaten Gründen bei ihnen ein regelmäßiges gemeinsames Proben und Singen nicht mehr möglich. Nachdem ihr erster Auftritt im Hittenkirchner Trachtenheim erfolgte, sollte hier auch der letzte stattfinden. Nach diesem kurzen Einschnitt boten alle Gruppen noch einige Zugaben, bevor das aufmerksame und begeisterte Publikum beschwingt den Heimweg antrat.

Georg Leidel

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg