Priener Kneippverein feierte 60. Geburtstag

Seit 60 Jahren gibt es im einzigen Luft- und Kneipp-Kurort Prien einen Kneipp-Verein. Dieses Jubiläum wurde nunmehr von einer großen Schar gesundheitsbewußter Frauen und Männer gefeiert, die Feier begann mit einem kleinen Empfang im Kleinen Kurgarten, führte zu Fuß durch Prien und endete am Prienavera am Chiemsee. Mit dabei waren Vertreter des Kneipp-Bundes Bayern sowie der befreundeten Kneippvereine aus Bad Wörishofen, Traunstein, Rosenheim, Aschau i. Chiemgau, Halfing und Würth an der Isar.

Pfarrer Sebastian Kneipp, Begründer der nach ihm benannten Bewegung mit fünf Säulen für ein gesundes Leben, verstarb 1897, dem Jahr, in dem Prien zum Markt erhoben wurde. Einer der vielen Lehr- und Leitsätze von Pfarrer Kneipp lautete: „Wenn die Menschen nur halb so viel Zeit für ihre Gesundheit verwenden würden, anstatt gegenüber jener Zeit, um krank zu werden, dann wären sie nur halb so viel krank“. In Bayern gibt es –so Renate Daser, Beirats-Vorsitzende des Kneipp-Landesverbandes bei ihrem Glückwunsch-Grußwort im Kurgarten, derzeit 127 Kneipp-Vereine mit insgesamt 120.000 Mitgliedern. Ein besonderes Lob hatte die Kneipp-Repräsentantin für die vielen Angebots-Aktivitäten des Priener Kneippvereins als sie sagte: „Pfarrer Kneipp würde sich angesichts des Veranstaltungskalenders in Prien bestimmt wohlfühlen und in seinen Lehren bestätigt wissen“. Ihr Dank an den Kneipp-Verein beinhaltete ausdrücklich das ehrenamtliche Engagement der gesamten Vorstandschaft unter der Leitung von 1. Vorsitzenden Dr. Karl-Heinz Jochum. Dieser erinnerte in seiner Begrüßung daran, dass der Kneipp-Verein Prien am Mittwoch, 27. Januar 1954 im Hotel Bayerischer Hof in Prien aus der Taufe gehoben worden ist. Sein erster Vorsitzender war Postmeister a. D. Paul Schober. Der damalige Kneipparzt des Kneippkurhauses „Strandhotel“ in Prien, Dr. Herbert Matusczyk, setzte sich durch seine Vorträge über den Heilwert der Kneippanwendungen zur vorbeugenden Erhaltung der Gesundheit für die Verbreitung der Lehre von Sebastian Kneipp in Prien ein. Er überzeugte die Öffentlichkeit auch von der positiven Auswirkung von Kneippeinrichtungen in Prien auf den Fremdenverkehr. Seither wird in Prien insbesondere in der Kurklinik Medical Park Kronprinz viel für die Kneipp-Idee getan, seit 1974 gibt es dort mit Hugo Leikermoser eine regelmäßige Wassergymnastik. Leikermoser war selbst 12 Jahre Vorsitzender, ihm folgte von 1998 bis 2001 Gretl Häringer und seit 2001 ist Dr. Jochum der Priener Kneipp-Vereins-Vorsitzende. Zuvor und nach dem Gründer-Vorstand Schober waren Vorsitzende Gertrud Braun (1960-1963), Erwin Mortzek (1963-1973) und Ludwig Schiele (1973-1986). Heute sind Dr. Jochum ein lebendiges Vereinsgeschehen und ein örtliches Zusammenwirken mit der Priener Tourismusgesellschaft (dessen Geschäftsführer Bertram Vogel beim Jubiläums-Empfang zugegen war), mit der Gemeinde Prien (sie war vertreten durch Zweite Bürgermeisterin Renate Hof) und mit der Gemeinschaft der PrienPartner, die vom 11. bis 18. Mai unter Beteiligung des Kneippvereins die 3. Priener Gesundheitswoche durchführen wird.

Zum Jubiläum machte sich die Feier-Gesellschaft nach einem kurzen Armbad, der „Tasse Kaffee des Kneippianers“, auf den Weg. Unterwegs wurden sie von Bürgermeister Jürgen Seifert und von Felix Perl, dem Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins begrüßt und auch diese gratulierten zum Jubiläum. Beim Ausklang am See gab es noch einen lustigen Sketch mit dem doppeldeutigem Titel „Kneip(p)en in Prien“.

Foto/s: Hötzelsperger – Eindrücke vom Jubiläum des Kneippvereins Prien

Weitere Informationen: www.kneippvereinprien.de

Anton Hötzelsperger

Nachrichten

Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg