Premiumwandern auf den Spuren des Salzes

Nach der Auszeichnung des grenzüberschreitenden, 230 km langen SalzAlpenSteig als Premiumweg im Jahr 2015, machte sich der SalzAlpenSteig und -Touren e.V. unverzüglich an die Arbeit, die SalzAlpenTouren ebenfalls für das Wandersiegel vorzubereiten.Das Gehen auf Wegen mit dem Gütesiegel Premium-Wanderweg des Deutschen Wanderinstituts e.V. bietet dem Wanderer die Garantie eines modernen, erlebnisoptimierten Wanderangebotes. Auf  zeigt sich die Wanderlandschaft von ihrer besten Seite. Der SalzAlpenSteig, der von Chiemsee über den Königssee bis an den Hallstätter See führt, verbindet traditionelle Wandergebiete entlang der alten Salzlinie. Ein Mehrwert für alle Wanderbegeisterten, die Genußwandern mit Kultur und Salzgeschichte verbinden möchten. Auf dieser Spur des weißen Goldes sind in den Urlaubsregionen flankierend zum SalzAlpenSteig 26 SalzAlpenTouren entstanden. Im Rahmen der offiziellen SalzAlpenTouren-Woche wurden sechs SalzAlpenTouren eingeweiht und die Premuim-Qualität der Wege von den Wanderern erprobt. Am Samstag, den 7. Mai startete die Wanderwoche in der Region des Chiemsee-Alpenlandes bei herrlichem Frühlingswetter. Die SalzAlpenTour Chiemsee-Alpenland ist im Gesamtverlauf eine 4-Tages-Rundtour, bei der jede Strecke problemlos als Tagestour einzeln bewandert werden kann. Samerberg, Heuberg, Hochries, Ausblicke in das Inntal und weit über den Chiemsee hinaus, die Abwechslung auf dieser SalzAlpenTour ist kaum zu überbieten. Von Aschau ging es über blühende Wiesen und sonnendurchflutete Wälder auf der 3. Tagesetappe der Rundtour zur Hofalm. Hier wurde die markierte Strecke der SalzAlpenTour verlassen und über die Frasdorfer Hütte und Schmiedalm schließlich wieder die 4. Tagesetappe der SalzAlpenTour Chiemsee-Alpenland erreicht. Mit beeindruckenden Blicken auf Chiemsee und Kampenwand ging es zurück ins Bankerldorf Aschau.„Ein wunderbarer Start der SalzAlpenTour in die traumhafte
Welt unserer Heimat“, so das Resümee einer Wanderin. Dies unterstrich auch Michael Jarmuschewski vom Deutschen Wanderinstitut e.V., der Christina Pfaffinger, Geschäftsführerin Chiemsee-Alpenland GmbH, die Zertifizierungsurkunde für die Chiemsee-Alpenland Tour überreichte. Fels, Salz und Gams beeindruckten die Wanderer am Montag, den 11. Mai, bei der SalzAlpen- Tour Jochalm – Golling. Der Anblick der vielen Gemsen in den Schneefeldern war ein weiterer Höhepunkt der Premium-Wanderung, die in der unberührten Natur des Bluntautals startete. Umrahmt von massiven Felswänden ging es durch das Naturschutzgebiet entlang von Bächen
Richtung Jochalm. Dort wo die Felsen zum Greifen nah wirken und einen eindrucksvollen Kontrast zu dem frischen Grün der Wiesen und Wälder bieten. Vorbei an wahren Bärlauchfeldern und tiefen Schluchten ging es zurück nach Golling. Hier erhielt Franz Pölzleitner, Vorsitzender des Tourismusverbandes Tennengau von Michael Jarmuschewski, Deutsches Wanderinstitut e.V., das Wandersiegel Premiumweg für die Jochalm Tour. Die SalzAlpenTour Jochalm ist eine von fünf SalzAlpenTouren im Tennengau, dazu zählen die Nesselangeralm Tour in Kuchl, die SalzAlpenTour in Abtenau, der Almenrundweg in Rußbach sowie die Stuhlloch Tour in Annaberg. All diese SalzAlpenTouren erhalten in den kommenden Wochen ebenfalls Ihre Premium-Zertifizierung. Anschließend begaben sich die Wanderer auf die Spur der Kelten nach Bad Dürrnberg, zur Besichtigung des Keltendorfes direkt neben den Salzwelten Hallein. Hier wird der Besucher in das Alltagsund Arbeitsleben der Kelten ca. 500 v. Chr. zurückversetzt. Das Salz war für die Kelten Lebensquelle für Mensch und Tier, als Gewürz, wichtiges Tauschmittel beim Handeln und zum Konservieren der
überlebensnotwendigen Vorräte. Tagsdarauf erkundeten die Wanderer die Ferienregion Dachstein – Inneres Salzkammergut. Den schönsten Blick auf „sein“ Goiserer Tal versprach Bürgermeister Peter Ellmer den Teilnehmer der offiziellen Anwanderung der SalzAlpenTour Bad Goisern – Jochwand. Und dafür erhielt er nach
der Rundwanderung begeisterte Zustimmung von den Wanderern. Die nicht allzu lange, dafür umso beeindruckendere Rundtour beginnt direkt an der Traun. Das Wasserrauschen begleitet die Wanderer noch weit in die lichtdurchfluteten Buchen-Mischwälder bis hinauf zur Jochwand. Auf dem bewaldeten Bergrücken geht es entlang der steilen, felsigen Abbruchkante zur Jochwandwarte. Der Weg dorthin bietet immer wieder den Blick auf die traditionelle Kulturlandschaft bis ins Tal nach Bad Goisern. Der facettenreichste Panoramablick ist von der Jochwandwarte aus zu genießen: die schneebedeckten Gipfel von Dachstein und Krippenstein, darunter der idyllische Hallstätter See und das Goiserer Tal mit seinen abwechslungsreichen Wandermöglichkeiten. „Die Region hat die hohen Kriterien für Premiumwege bestens erfüllt“, so Michael Jarmuschewski, der Pamela Binder (Geschäftsführerin der Ferienregion Dachstein-Salzkammergut) das Wandersiegel Premiumweg für zwei SalzAlpenTouren – Bad Goisern – Jochwand und die Predigtstuhl-Rundtour – überreichen konnte. Für die weiteren SalzAlpenTouren Krippenstein, Gosau und Schneidkogel ist das Premium-
Siegel schon in Fertigstellung. In die lange und spannende Geschichte des Salzes wurden anschließend die Teilnehmer beim Besuch der Salzwelten Hallstatt eingeweiht. 7.000 Jahre Salzabbau im ältesten Salzbergwerk der Welt, der „Mann im Salz“ und die ältesten bisher entdeckten Holzstiegen Europas sind nur einige Glanzpunkte bei der Führung unter Tage. Über Tage faszinierte der „UNESCO Welterbeblick“ auf Hallstatt und das Berg-Panorama. Am Mittwoch, den 11. Mai 2016 machte sich der Vereinsvorsitzende des SalzAlpenSteig und -Touren e.V. Franz Rasp mit den Wanderern auf zur offiziellen Einwanderung der SalzAlpenTour Kühroint – Archenkanzel. Über naturbelassene Steige und Serpentinen ging es zur Grünsteinhütte mit dem ersten Panoramablick auf die Berchtesgadener Bergwelt. Weiter führte der Weg in einem leichten Auf und Ab hinüber zur Kühroint-Alm. Dabei passierten die Teilnehmer auch die „Grenze“ zum Nationalpark Berchtesgaden. Ranger Sepp Egger informierte die Gruppe über die Grundintentionen des Nationalparks: Naturschutz und wissenschaftliche Forschung rund um den Königssee sowie Bildung und Erholung der Besucher. Der Nationalpark Berchtesgaden besteht aus einer Kern- und einer Pflegezone, dabei kümmern sich die Ranger um ca. 260 Kilometer Wege und Steige in den
Schutzzonen. Auf der Archenkanzel hatten die Teilnehmer den imposanten Blick auf den „Mittelpunkt“ des Nationalparks: St. Bartholomä und Königssee. Hier sind, wie Sepp Egger erklärte, die drei einzigartigen Merkmale des Nationalparks zu spüren: die absolute Stille, die umfassende Dunkelheit und das sehr gut funktionierende Miteinander von Tourismus und Naturschutz. König Watzmann, die Watzmann-Frau und seine sieben Kinder vor Augen, ging es weiter auf der SalzAlpenTour nach Kühroint. Michael Jarmuschewski vom Deutschen Wanderinstitut e.V. überreichte nun das Wandersiegel Premiumweg für die SalzAlpenTour Kühroint – Archenkanzel an Franz Rasp (zugleich Vorsitzender der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee). „Genußwandern ist der neue Trend in den Bergen“, so Franz Rasp. Dies ist um Berchtesgaden auf folgenden Touren möglich: Rund um den Götschenkopf in Bischofswiesen, der Ramsauer Schattseitweg und Almbachklamm, die in den kommenden Wochen mit Wandersiegel Premiumweg ausgezeichnet werden. Genußwandern auf Premiumwegen lässt sich in Berchtesgaden bestens mit der Geschichte desSalzes im Salzbergwerk Berchtesgaden verbinden. Im ältesten noch aktiven Salzbergwerk Deutschlands nehmen die Bergmänner mit auf eine faszinierende Reise durch das unterirdische Stollensystem. Ohne das Wasser des Wappbachs würde die Räder der Alten Saline in Bad Reichenhall stillstehen. Wild rauschend präsentierte sich der Wappbach den Wanderern am Donenrstag, den 12. Mai bei der offiziellen Einweihung der SalzAlpenTour Gmoaner Rundtour. Der Ansteig führt über einen idyllischen
Steig entlang des Baches, über zahlreiche Brücken und Stege – traumhafte Aussichten auf Bad Reichenhall inklusive. Die Wanderer lobten den großen Aufwand seitens der Gemeinde Bayerisch Gmain, die den Weg optimal instand gesetzt hat. So können auch die Stellen, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordern, gut begangen werden. Der beim Abstieg einsetzende Regen störte in keinster Weise. Die in ihrer Naturschönheit einzigartigen Terrassen-Wasserfälle des Weißbachs lenkten die Wanderer von den Regenschauern ab. Bei der Übergabe des Premium-Wandersiegels für die SalzAlpenTour Gmoaner Rundtour betonte Michael Jarmuschewski (Deutsches Wanderinstitut e.V.), dass diese zu den anspruchvollsten, bisherzertifizierten Wanderwegen deutschlandweit zählt und bedankte sich für die geleisteten Wegearbeiten. Die nun ebenfalls zertifzierte Reichenhaller Panoramatour eröffnet die schönsten Blickwinkel auf die Alpenstadt Bad Reichenhall. „Hier gehen Sie in der Stadt los und haben in kürzester Zeit ein alpines Bergerlebnis“, so charakterisierte Kurdirektorin Gabiella Squarra das Außergewöhnliche der Reichenhaller Panoramatour. Die Bedeutung des Salzes ist in Bad Reichenhall all gegenwärtig, was die Wandergruppe eindrucksvoll beim Besuch in der Alten Saline erfuhr. Eines der bedeutendsten Industriedenkmäler Bayerns,
mit den sich unentwegt drehenden Wasserrädern, in Marmor gefasste Solequellen, das weit verzweigte Stollensystem – hier wird die Bedeutung des Salzes lebendig. Peter Botzleiner-Reber (Südsalz GmbH) gab den Teilnehmern einen spannenenden Einblick in die Geschichte Reichenhalls, der Saline und des weißen Goldes. Einhellig war die Meinung der SalzAlpenTouren-Wanderer am Freitag, 13. Mai 2016, bei der offiziellen Einweihung einer der Chiemgauer SalzAlpenTouren: es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Wanderkleidung. Bevor es auf den Weg ging, erhielt Stephan Semmelmayr, Geschäftsführer des Chiemgau Tourismus e.V., gemeinsam mit dem Marquartsteiner Bürgermeister Andreas Scheck das Wandersiegel Premiumweg für die SalzAlpenTour Marquartstein – Schnappenkirche aus den Händen von Michael
Jarmuschewski, Deutsches Wanderinstitut. „Dies entspricht genau der Intention des Chiemgaus Tourismus e.V., der eine Wanderregion für Gäste mit hohem Qualitätsanspruch ist,“ unterstrich Stephan Semmelmayr. Genusswandern ist im malerischen Chiemgau auf fünf SalzAlpenTouren möglich: auf der Tour Bergen – Bründlingalm, der Tour Inzell – Kienberg – Rauschberg – Ruhpolding und der Almen und Schluchten Tour in Inzell. Diese erhalten in den kommenden Wochen das Premium Wandersiegel. Die SalzAlpenTouren „Über die Grassauer Almen“ und „Marquarstein – Schnappenkirche“ sind nun bereits mit dem Zertifikat „Premium-Wanderweg“ ausgezeichnet. Durch lichte Wälder führt die SalzAlpenTour bestens markiert von Staudach-Egerndach aus stetig bergan zur Schnappenkirche. Das 1637 erbaute Kleinod liegt auf rund 1.100 Meter unübersehbar am Nordhang des Hochgerns. Bei schönem Wetter mit einem traumhaften Blick in die Voralpenlandschaft. Aber auch die Teilnehmer der offiziellen Einweihungswanderung bekamen davon einen Eindruck, als sich die Nebeldecke kurz lichtete. Umrahmt von der OundU-Musi richtete sich der
Grassauer Pfarrer Horn in einer sehr stimmigen Andacht an die Teilnehmer der offiziellen SalzAlpen- Touren-Wanderung. Nach dem problemlosen Abstieg Richtung Marquartstein ging es weiter in das Museum Salz & Moor. Das Ensemble Klaushäusl ist als einzige der Solepumpstationen im Einzugsgebiet der Solequellen Reichenhall erhalten geblieben. Von 1810 bis 1958 war die Pumpstation in Betrieb und sehr wichtig für den Transport der Sole bis nach Rosenheim. Sehr anschaulich erläuterte Museumsleiter Stefan Kattari den Wanderern, welcher Aufwand um den wichtigen Wirtschaftsfaktor Salz in früheren Zeiten betrieben wurde. Die SalzAlpenTour „Über die Grassauer Almen“ führt direkt beim Museum Salz & Moor vorbei, dessen Besuch das verbindene Element „Salz“ des SalzAlpenSteigs und der SalzAlpenTouren
lebendig werden lässt. Bayerisch-österreichische Gastlichkeit, viel Wissenswertes aus der Geschichte des „Weißen Goldes“, beeindruckende Aussichten und vor allem das Wandern auf Premium-Wegen – so ging eine erlebnisreiche Wanderwoche zu Ende. Wie ein roter Faden führt die Salzlinie vom Chiemsee-Alpenland über den Chiemgau nach Bad Reichenhall und Berchtesgaden bis an den Königssee. Von dort weiter über das Tennengau in die Ferienregion rund um den Hallstätter See. Wandergenuß auf den Spuren des Salzes – der SalzAlpen- Steig und die SalzAlpenTouren laden hierzu nun auf premium-zertifizierten Wegen ein.

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg