Noch ist Polen nicht verloren – Komödie der Laienbühne Rimsting

Die Laienbühne Rimsting e.V. spielt die Komödie „Noch ist Polen nicht verloren“, auch bekannt durch den Titel „Sein oder Nichtsein“. Das Stück, geschrieben wie eine Boulevardkomödie, fasziniert durch außerordentlichen Humor, ist aber auch tiefgründig und schwarz, leicht und spritzig. Auftritte von lustigen, tragischen, bösen und naiven Figuren wechseln sich ab.

Der ungarische Dramatiker Melchior Lengyel schrieb die Komödie für seinen Freund und Regisseur Ernst Lubitsch. Ernst Lubitsch verfilmte den Stoff 1942 unter dem Titel „Sein oder Nichtsein“. Die Theaterfassung des Drehbuchs verfasste Jürgen Hofmann und sie erschien unter dem Titel „Noch ist Polen nicht verloren“.
Das Stadttheater Posen wird 1939 mitten in den Proben zu einem Stück über die Gestapo und einer Parodie auf Adolf Hitler durch den Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in Polen überrascht. Aus Angst vor Repressalien wird die Inszenierung durch die polnische Regierung verboten und stattdessen setzt man Hamlet auf den Spielplan. Der Schauspieler Josef Tura (Franz Feichtner) freut sich wieder als Hamlet auf der Bühne glänzen zu können. Doch eigenartig ist, dass immer in seinem wichtigsten Monolog bei den Worten „Sein oder Nichtsein“, ein junger Fliegerleutnant (Matthias Feichtner) den Saal verlässt.
Bald schwant Tura, dass dieser junge Mann zu seiner Frau Maria (Rita Aß) in die Garderobe eilt. Fliegerleutnant Stasnik ist jedoch nicht nur der geborene Charmeur, sondern auch aktiver Kämpfer im polnischen Untergrund. Das Posener Stadttheater wird mit Ausbruch des Krieges Keimzelle einer Widerstandsgruppe. Als die SS im Theater spioniert um Widerstandskämpfer aufzuspüren, erweisen sich die Nazikostüme aus dem Theaterfundus und das Talent der Schauspieler als überaus nützliche Waffe. Nun beginnt der wirkliche Kampf um Sein oder Nichtsein und lässt die Schauspieler über sich selbst hinauswachsen.
Regie führt Raimund Feichtner mit Unterstützung von Eva-Maria Feichtner.
Weiter spielen mit: Wolfgang Schlemer, Gertraud Hauer, Andreas Wörndl, Georg Kofler, Christian Steinbichler, David Gordon, Thomas Feichtner, Andreas Feichtner, Hans-Christian Feichtner, Raimund Feichtner, Michael Seidl und Kilian Schlemer.
Premiere ist am Samstag, den 14. März um 20 Uhr im Gemeindesaal Rimsting an der Nordstraße. Weitere Aufführungen sind am Sonntag, 15. März, Samstag 21. März, Sonntag 22. März, Samstag 28. März und Sonntag 29. März jeweils um 20 Uhr.
Karten sind erhältlich im Vorverkauf in der Tourist-Information Rimsting im Rathaus, Schulstr. 4, 83253 Rimsting. Tel. 08051/6876-21 oder an der Abendkasse.

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg