Neue Gottesdienstordnung für die Priener

Neun Kirchengemeinden gehören dem Pfarrverband Prien, dem Pfarrverband Bad Endorf und der Pfarrgemeinde Bernau an. Für alle Gotteshäuser, Altenheime und (Kur-) Kliniken galt es aufgrund der Personal-Veränderungen und insbesondere wegen des Rückgangs hauptamtlicher, pastoraler Kräfte eine neue Regelung für die Gottesdienstzeiten zu treffen. Diese wird mit Beginn des neuen Kirchenjahres am Samstag, 28. November/Sonntag, 29. November in Kraft treten.Ein eigens tätiger Arbeitskreis zum Liturgieplan unter der Leitung vom Priener Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Nico Koschorz hatte ein Konzept erarbeitet, das in bislang sieben Pfarrversammlungen erörtert wurde. Die nächste und letzte Pfarrversammlung ist am Mittwoch, 15. Juli in Bernau. Die Rückmeldungen aus allen Zusammenkünften sollen am 21. Juli ausgewertet und im Dialog mit Vertretern aus allen Pfarrgemeinden besprochen werden. Die Pfarrgemeinde Prien trifft eine zentrale Änderung mit dem Sonntag. Nicht mehr wie bisher um 9 Uhr und um 10.30 Uhr zweimal, sondern fortan nur noch einmal und dann um 10 Uhr wird eine Messfeier sein. Samstags wird es in Prien immer am ersten Wochenende im Monat am Samstagabend ab 19 Uhr eine Wort-Gottes-Feier geben. Wie Pfarrer Klaus Hofstetter und Gemeindereferent Werner Hoffmann bei der Vorstellung der neuen Planung auf Anfrage sagten, besagt eine Pastorale Anweisung aus dem Jahr 1985, dass bei Wort-Gottes-Feiern dann kein Kommunion-Empfang ist, wenn am selbigen Wochenende in der gleichen Pfarrei eine Meßfeier angeboten wird. Demzufolge und aufgrund von Ehrenamtlichen-Fortbildungen ist es bei den Kuratie- und Filial-Kirchen möglich, dass die Wort-Gottes-Dienste mit Kommunionfeiern gefeiert werden. Damit sich die Gläubigen innerhalb des Pfarrverbands leicht über verlässliche Termine informieren können, wurden fixe Anfangszeiten festgelegt, so ist in Prien immer um 10 Uhr am Sonntag eine Meßfeier, in Bad Endorf ist dies immer am Samstag um 19 Uhr und in Bernau immer am Sonntag um 19 Uhr. In Prien bleibt der Werktags-Gottesdienst am Donnerstag um 19 Uhr. In der freien Aussprache wurde noch angeregt, für den Pfarrverband eine gemeinsame Übersicht (Verkündszettel) zu erstellen, die bisher in Prien immer freitags um 18 Uhr begonnene Vesper eventuell etwas später anzusetzen. Insgesamt fand das neue Gottesdienst-Konzept eine breite Zustimmung. Wohl auch deswegen, weil aufgrund der Personal-Verfügbarkeit gewisse Rahmenbedingungen gegeben sind. So dürfen hauptamtliche Geistliche an einem Wochenende maximal drei Gottesdienste feiern, falls diese hintereinander sind muss im Pfarrverband Prien ein zeitlicher Abstand von eineinhalb Stunden sein. Ruhestandspriester sollen am Wochenende nur einen Gottesdienst halten und während der Woche nur bis zu zwei. Aufgrund der jüngst im Diözesanrat bekanntgegebenen Prognosen, wird ein Drittel der derzeitigen Priester in nächster Zeit in den Ruhestand gehen. Das heißt – so Pfarrer Klaus Hofstetter – dass es in absehbarer Zeit wieder eine neue Gottesdienst-Ordnung geben kann.

Pfarrer Hofstetter informierte abschließend noch über die Kirchen-Renovierung, heuer mit der Südfassade und nächstes Jahr mit der Nordfassade. Viel Geld wird die Außenrenovierung 2016 von der Kirche Urschalling erfordern, die Kollekte beim Festgottesdienst des Priener Trachtenvereins beim Gautrachtenfest am 26. Juli wird diesem sakralen Kleinod zugute kommen. Energetisch renoviert und räumlich umgestaltet werden soll der Priener Pfarrhof in den nächsten beiden Jahren. Als Resümee hielt Pfarrer Hofstetter fest, dass viel Verständnis für das ausgefeilte Gottesdienst-Modell vorhanden ist. Mit geistlichen Worten von Gemeindereferent Werner Hoffmann endete die Informations-Veranstaltung für die Christen von Prien.

Fotos: Hötzelsperger – Pfarrversammlung in Prien -. Pfarrer Klaus Hofstetter und Gemeindereferent Werner Hoffmann in Prien.

Nähere Informationen: Pfarrverband Prien, Tel. 08051-1010

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg