Neue Alphörner für den Samerberg – nächster Einsatz beim Dreikönigskonzert

Zum Jahresende hat die Musikkapelle Samerberg wieder großen instrumentalen Zuwachs bekommen. Drei neue Alphörner wurden von Michael und Irmi Sattlberger gespendet. Hierfür bedankte sich Benedikt Paul als Dirigent und Leiter der Musikkapelle bei einem Besuch in Schweinsteig bei der Familie Sattlberger mit einem Ständchen. Dass der Alphornbau und das Alphornblasen auf dem Samerberg eine eigene Geschichte hat, davon soll dieser Bericht zeugen, den Benedikt Paul beim Jahreskonzert in der Samerberger Halle zum Besten gab.

Alphörner auf dem Samerberg
Vier Alphörner wurden 1971 von Hans Sattlberger (Doagl Hans) und Hans Wörndl (Huisn Hans) gebaut. Gemeinsam holten sie aus dem steilen Bergwald (Schwarzberg) geeignete Fichtenstämme mit einer Naturkrümmung unten raus und fertigten aus einem Stück 6,20 m lange Hörner beim Doaglhof in Schweinsteig auf dem Samerberg an. Bläser aus der Musikkapelle Samerberg mit Konrad Maurer, Sepp Auer, Schorsch Stuffer und der damalige langjährige Musikdirigent Xaver Stadler, der auch dazu die geeigneten Stückl schrieb, waren mit Freude bereit, diese 6,20 m langen Alphörner in der Stimmung As zu blasen. Die Auftritte waren gerne bei kirchlichen Anlässen, örtlichen Veranstaltungen, Almkirta oder auch auf der Hochries. Später 1982 kam Michael Sattlberger hinzu und 1985 Klaus Auer. Die Samerberger Alphornbläser traten mit zwei bis vier Bläsern auf. Mehrmals beteiligten sich die Samerberger auch bei den jährlichen oberbayerischen Alphornbläsertreffen. Da riefen diese Hörner immer große Bewunderung hervor, mit den naturgekrümmten und mit Schnitzereien verzierten Schallbecher, auch waren die Samerberger Alphörner die zweitlängsten unter den spielenden Gruppen. Jetzt nach mehrjähriger Pause wurde neu formiert, drei schneidige Musikanten waren bereit, im Sommer 2015 beim Festabend vom Bezirksmusikfest Alphornstückl vorzutragen. Die Bläser sind aus den Reihen der Musikkapelle Samerberg mit Dirigent Benedikt Paul, Christian Leitner und Martin Weyerer. Es folgten diverse Auftritte unter anderem in der Kirche in Hasselbach in Hessen und auf der Grünen Woche in Berlin.

Aber der Transport etc. zeigte sich äußerst schwierig mit den 6.20 m langen Hörnern aus einem Stück! Michael Sattlberger (Doagl Michi), der die Alphörner auch aufbewahrt, war über die Auftritte so begeistert, auch weil sich wieder eine Alphorn-Bläsergruppe gefunden hat, dass er dem Musikantenwunsch, sich in nächster Zeit neue kürzere und in drei Teile zerlegbare Alphörner anzuschaffen, gerne bereit war, dies zu unterstützen. Zeitlich sehr knapp zum heurigen Jahreskonzert der Musikkapelle Samerberg wurden die drei neuen Alphörner in der Stimmung F noch fertig. Gekonnt wurden diese mit dem großartig gerundetem Klangvolumen für die Solo in einem Konzertstück integriert. Die Begeisterung unter den Zuhörern beim Jahreskonzert war mit tosendem Applaus deutlich zu spüren. Michael Sattlberger und seine Frau Irmi erklärten sich gerne bereit, diese drei Alphörner der Musikkapelle Samerberg zu spenden, mit dem Wunsch, die Tradition zu pflegen und noch viele Alphorn-Auftritte zu hören.

Soweit die Samerberger Alphorn-Geschichte. Der nächste Auftritt der Alphornbläser-Gruppe ist am Mittwoch, 6. Januar beim Dreikönigskonzert ab 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Törwang.

Repros/Fotos: Hötzelsperger – 1. Die Samerberger Alphornbläser auf der Hochries.
2. Die Samerberger Alphornbläser Benedikt Paul, Christian Leitner und Martin Weyerer mit Irmi und Michael Sattlberger.
3. Samerberger Alphornbläser im Jahr 1974 beim Feuerwehrfest in Roßholzen von links: Konrad Maurer, Georg Sattelberger, Xaver Stadler junior und Josef Auer.

Nähere Informationen: Benedikt Paul, Telefon 0171-6774069

Anton Hötzelsperger

Nachrichten

Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg