„Melodie ist das Wesen der Musik“ – Der Adam-Gumpelzhaimer-Chor zu Gast auf der Baumburg

26. Juli, 19 Uhr, Stiftskirche Baumburg, Altenmarkt

Schon vom Weiten grüßen von steiler Höhe über dem Zusammenfluss von Alz und Traun die aus Tuffquadern gebauten Zwillingstürme Baumburgs in die Landschaft hinein. 1156 wurde die Kirche der Augustinerchorherren eingeweiht und hat sich über die Jahrhunderte zu dem lichtdurchfluteten und farbenprächtigen Kirchenraum entwickelt, den wir heute kennen. Unter Propst Joachim Vischer wurde 1754-1757 für die 600-Jahrfeier die vorherige romanische und gotische Kirche unter Beibehaltung des romanischen Westwerks im Rokokostil umgebaut.

Diese Pracht von Baumburg können die Konzertbesucher des Musiksommers zwischen Inn und Salzach hörend und schauend erleben, wenn am 26. Juli um 19 Uhr der Adam-Gumpelzhaimer-Chor zu einem besonderen Konzert einlädt: Mit den schönsten Arien und Chören aus kirchenmusikalischen Meisterwerken erfüllt sich die Kirche hoch über Altenmarkt mit rokokowürdigem Klang.

Der Adam-Gumpelzhaimer-Chor hat dafür besondere Werke der Musikliteratur ausgewählt: Neben bekannten Werken von Mozart kommen auch solche zur Aufführung, die einem breiten Publikum weniger bekannt sind. Auf dem Programm stehen das Te Deum von Johann K. Aiblinger und das Gloria aus der Missa Grande C-Moll und das Concerto B-Dur für Fagott und Orchester von Johann Simon Mayr. Aiblinger und Mayr waren beide bayerische Komponisten. Ablinger wurde 1779 in Wasserburg am Inn und Mayr 1763 in Mendorf im heutigen Landkreis Eichstätt geboren. Und Johann Simon Mayr war wiederum der Lehrer von Johann K. Aiblinger. Das Te Deum von Aiblinger liegt in Originalhandschrift in der Staatsbibliothek in München und wurde von Wolfram Heinzmann für den Adam-Gumpelzhaimer-Chor spartiert. Man darf davon ausgehen, dass das Werk schon lange nicht mehr aufgeführt wurde. Auch mit Ferdinando Bertoni, dem berühmten Kapellmeister von San Marco in Venedig, bei dem auch Mozart häufig zu Gast war, besteht eine Verbindung zu den bayerischen Komponisten: Bertoni war der Lehrer von Johann Simon Mayr. Von Bertoni wird das Gloria in C-Dur aufgeführt. In die spannende Thematik führt vor dem Konzert Frau Dr. Iris Winkler von der Internationalen Simon Mayr Gesellschaft aus Ingolstadt ein.

Der Adam-Gumpelzhaimer-Chor ist in erster Linie auf geistliche Musik für Solisten, Chor und Orchester spezialisiert, die noch nicht verlegt wurde und aus bayerischen, österreichischen und böhmischen Musikbibliotheken und Klosterarchiven stammt. Große Erfolge erzielt der Chor mit diesen Werken nicht nur in seiner engeren Heimat („Musiksommer zwischen Inn und Salzach“) sondern bei mehreren Konzertreisen nach Österreich, Italien, Frankreich, Polen, Ungarn und in die Tschechische Republik.

Karten gibt es bei Inn-Salzach-Ticket unter der Telefonnummer 01805 / 723636.

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Andrea Aschauer

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