Mariengesänge im Wandel der Zeit

Marienlieder aus fünf Jahrhunderten erklangen am heutigen Kirtasonntag in der Kirche „Maria Himmelfahrt“ in Törwang, Samerberg. Interpreten waren Frau Anja Schwarze-Janka (Sopran), Frau Katharina Gruber-Trenker (Alt) und Herr Felix Spreng an der Orgel.

Herr Felix Spreng eröffnete den Lobpreis Mariens mit drei Salve Regina-Versetten aus dem Buxheimer Orgelbuch (um 1470). Dann sangen die beiden Künstlerinnen das Ave Maria aus dem 16. Jahrhundert von Jakob Arcadelt. Einer Generation später entstammt das „Quam pulchra es“ von Alessandro Grandi.  Und so wurden die Zuhörer in der Geschichte des Marienlobes weitergeführt:  ein „Ave Maria“ von Giulio Caccici, dann Pachelbel und natürlich das in Mariahilf gern gehörte „Ave verum“ von Mozart. Mit den Ave Marias von Cherubini und Diabelli und dem „O Santissima Vergine“ aus der Toskana von Luigi Gordigiani erklang schon Marienlob aus dem 19. Jahrhundert. Diesem Jahrhundert war noch ein größerer Raum gewidmet. Herr Spreng spielte eine Cantilena von Rheinberger und auch die Sängerinnen vom gleichen Komponisten „Ave maris stella“. Von einem namentlich Unbekannten stammt das Orgel-Postludium über das Thema „Maria, breit den Mantel aus“. Marienlob von Camille Saint-Saens war mit „Ave verum corpus“ und einem „Ave Maria“ vertreten. Das Trio über „Freu dich, du Himmelskönigin“ von Karl Norbert Schmid gehört bereits ins 20. Jahrhundert. Gabriel Faurés Marienlob stellten die Künstler mit „Maria, Mater gratiae“ und „Ave verum“ vor. Und zum krönenden Abschluss erklang noch Jules Massenets „Ave maris stella“.

Mit den Mariengesängen im Wandel der Zeit erlebten die Besucher eine besondere Form der Marienandacht in der Kirche Maria Himmelfahrt. Diese unterschiedlichen Kompositionen vermittelten dazu auch, wie sich in den einzelnen Jahrhunderten das Marienlob wandelte. So erhielten die Künstler lang anhaltenden Applaus.

Fotos: Rainer Nitzsche

Rainer Nitzsche

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