Josef Lausch aus Tattenhausen im Landkreis Rosenheim mit der Bezirksmedaille geehrt

Als Zeichen seiner Anerkennung verleiht der Bezirk Oberbayern an Menschen, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich um das öffentliche Wohl in Oberbayern verdient gemacht haben, die Bezirksmedaille.  Zu den Geehrten zählte auch Josef Lausch aus Tattenhausen im Landkreis Rosenheim.
Hier die Laudatio durch Bezirkstagspräsident Josef Mederer:
Lieber Herr Lausch,
üblicherweise werden für die Bezirksmedaillen verdiente Persönlichkeiten vorgeschlagen. Sie blicken die auf lange Jahre ehrenamtlichen Wirkens zurück. Da ist es etwas Besonderes, wenn man einen Preisträger ehren darf, der an Lebensjahren noch deutlich unter der „50“ ist. Ich spreche von – Herrn Josef Lausch – aus Tattenhausen im Landkreis Rosenheim. Mit seinen 45 Lebensjahren ist der „Benjamin“ unter unseren diesjährigen Preisträgern. Von Beruf ist er gelernter Landwirt und heute als selbständiger Fachberater für Biogas- Anlagen tätig. In seiner Freizeit hat sich – Herr Josef Lausch – jedoch ganz und gar seinem Hobby verschreiben: Das sind der Volkstanz und das Schuhplattln. Seit vielen Jahren setzt er sich für die Erhaltung der Volkskultur und der Trachtenbewegung ein. Lieber Herr Lausch – Ihre Karriere als Plattler begann schon recht früh. Bereits als 21jähriger waren Sie Gauvorplattler im Bayerischen Inngau-Trachtenverband. Später wurden Sie sogar Landesvorplattler des Bayerischen Trachtenverbandes. In dieser Eigenschaft vertraten Sie die Interessen der Trachtler, Schuhplattler und Volkstänzer auf Landesebene. Ihrer Initiative und Ihrem nachdrücklichen Wirken ist es zu verdanken, dass die Schuhplattler bei der Eröffnungsfeier der Fußball-WM im Jahr 2006 in München mit einem großartigen Aufritt glänzen konnten. Diese bewegenden Bilder des bayerischen Brauchtums gingen um die Welt. Neben Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit in den verschiedensten Trachtler-Gremien sind Sie bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Gemeinderat und als Kreisrat im Landkreis Rosenheim aktiv. Ein Sprichwort sagt „Tradition ist, nicht die Asche zu hüten, sondern das Feuer zu erhalten“. Das lässt sich auch gut auf die Pflege des Brauchtums übertragen. Ohne das Feuer der Begeisterung wäre vieles, was zu unserer Volkskultur dazugehört, längst vergessen. In diesem Sinne danke ich Ihnen – lieber Herr Lausch – für Ihr ehrenamtliches Engagement. Bleiben Sie noch viele Jahre so aktiv und reißen Sie viele – Junge und Ältere – mit Ihrer Begeisterung für das Plattln, den Volkstanz und die Trachtenbewegung mit.

Das Foto zeigt Josef Lausch aus Tattenhausen im Landkreis Rosenheim (rechts) und
Bezirkstagspräsident Josef Mederer.

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg