Jahresabschluss-Informationen bei den Rosenheimer Wirten

Zur Jahresabschluss-Versammlung trafen sich rund 30 Gastronomen aus Stadt und Land Rosenheim vom Hotel- und Gaststättenverband beim Gasthof Kapsner in Hochstätt. Gastgeber Klaus Kapsner stellte dabei zu Beginn bei Glühwein und Plätzchen seinen Betrieb vor, der 1963 von seinen Eltern erworben wurde, 1970 einen Saal für 200 Leute und 2006 einen Wintergarten mit 30 Plätzen bekam und den 2004 Klaus Kapsner von seinen Eltern übernahm. Kreis- und Bezirksvorsitzender Franz Bergmüller informierte in seinem Bericht über Aktuelles aus dem Verbandsgeschehen.

9 Zusatzstoffe und 14 Allergenstoffe müssen – so Bergmüller – aufgrund der neuen Allergenverordnung in der Speisenkarte oder auf einer Schautafel dargestellt werden. Ein weiteres Thema war die Künstlersozialkasse, an die 5,3 Prozent der Gage abgeführt werden müssen. Die Künstlerkasse wird jetzt von der Sozialversicherungsprüfung mit geprüft, so dass es rückwirkend für vier Jahre zu Nachzahlungen kommen kann. Aufgrund der Einführung des Mindestlohns werden sich die allgemeinen Preise und die Öffnungszeiten ändern müssen – so Bergmüller weiter, der hierzu ergänzte, dass beim Zoll insgesamt 1.600 Beamte zur Einhaltung des Mindestlohnes und des damit verbundenen Arbeitszeitgesetzes eingesetzt sind. Zum wiederholten Male forderte Bergmüller gleiche Wettbewerbs- und Rahmenbedingungen für Wirte und Vereine, unter anderem bemängelte Bergmüller, dass die Allergenverordnung für Vereinsveranstaltungen nicht gilt. Von den Behörden wird erbeten, beim Brandschutz den Bestandsschutz und die Übergangsfristen gegenüber den Wirten einzuhalten. Um dem allgemeinen Wirtshaussterben entgegenzuwirken sollte von den Wirten geprüft werden, ob ein zusätzliches Mittagsgeschäft durch gesunde Schüler-Verpflegung möglich wäre. Die Rendite-Betrachtungen von Pacht-Objekten, die Erbschaftssteuer (bis 2016 sollen Veränderungen geprüft werden) und die Mehrwertsteuerreform („Hier sind die Politiker endlich gefordert, die Ungleichbehandlungen zwischen Dienstleistung und Essen mit 19% und Essen zum Mitnehmen mit 7% zu beseitigen, indem Dienstleistung auch den ermäßigten Satz bekommt!“) waren weitere Themen ehe eine Drei-Gang-Menue der Gastgeber und ein aktiver Gesprächsaustausch zwischen den Wirtinnen und Wirten die Jahresabschluss-Zusammenkunft beendete. Die nächsten Gastronomie-Termine sind am Mittwoch, 7. Januar der traditionelle Gastro-Sylvester im Eiskeller von Aschau, am Montag, 12. Januar der Neujahrs-Empfang des BHG Oberbayern mit Staatsminister Marcel Huber sowie am Dienstag, 20. Januar ein Seminar zum Thema Steuerprüfung auf dem Adersberg zusammen mit den BHG-Kreisverbänden Traunstein und Berchtesgaden.

Weitere Informationen: Franz Bergmüller, Telefon 08063-295

Anton Hötzelsperger

Nachrichten

Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg