„….ich bin hier sehr beliebt….“ – Mozart und die Musik am 02. August in Seeon

2. August, 19 Uhr, Kreuzganghof, Seeon

Im 18. Jahrhundert krönte sie das kulturelle Leben an den Fürstenhöfen Österreichs, Süddeutschlands und Böhmens: die sogenannte Harmoniemusik. Dieser Wohlklang entsteht aus dem Spiel von sechs bis acht Blasinstrumenten – nämlich Oboe, Klarinette, Horn und Fagott. Blech und Holz erzeugen eine höfische Eleganz, die den Zuhörer sogleich in ihren Bann zieht. Die Musiker der Fürstlich Löweinsteinischen Hofmusic wollen dieses musikalische Erbe Süddeutschlands lebendig halten. Seit vielen Jahren forschen sie in Bibliotheken und Archiven und recherchieren dort nach „vergessenen“ Werken, deren harmonische Schönheit sie in bayerischen Schlössern und Klöstern erklingen lassen. Regelmäßig ist die Fürstlich Löweinsteinische Hofmusic beim Musiksommer zwischen Inn und Salzach zu Gast. Für das Konzert im Kreuzganghof von Kloster Seeon am 2. August um 19 Uhr haben sie ein besonderes Programm rund um Wolfgang Amadeus Mozart und die Musik am churfürstlichen Hof zu Pfalz-Baiern zusammengestellt. „..ich bin hier sehr beliebt..“ schrieb Wolfgang Amadeus Mozart an seinen Vater nach Salzburg, weil er sich Hoffnungen auf eine Anstellung am churfürstlichen Hof in München machte. Allerdings musste er auch bald vermelden, dass Kurfürst Karl Theodor ihm mitgeteilte, dass es an seinem Hof „.keine vacantur.“, also keine freie Stelle gäbe und er abgelehnt wurde. Schon 1775 hielt sich Mozart in München auf, als seine Oper „Die Gärtnerin aus Liebe- La finta giardiniera“ KV 196 im Salvatortheater uraufgeführt worden ist. Während dieser Zeit schrieb er die beiden Divertimenti, in denen die Klarinetten, die er aus Salzburg nicht kannte, führende Aufgaben zu übernehmen haben. Franz Danzi war Cellist, und später Vicekapellmeister, seine Frau Margarethe eine Schülerin von Leopold Mozart eine Sängerin und Komponistin. Er war mit Mozart befreundet und hatte wesentlichen Einfluss auf den jungen Carl Maria von Weber. In seinem Sextett ist bereits die beginnende Romantik hörbar. Peter von Winter war in Mannheim ein Schüler des berühmten Abbé Vogler und erhielt in Wien zudem Unterricht bei Antonio Salieri und Wolfgang Amadeus Mozart, für dessen „Zauberflöte“ er einen zweiten Teil komponierte. In München leitete er als Hofkapellmeister die kurfürstliche Oper. Ebenfalls aus Mannheim kam Ferdinand Fränzel, den Mozart als Geiger sehr geschätzt hat und der später zum Musikdirektor der Stadt Jena avancierte. Die Werke von Peter von Winter und Ferdinand Fränzel erklingen an diesem Abend zum ersten Mal seit 200 Jahren. Auch bei schlechtem Wetter findet das Konzert statt. Das Konzert wird dann in Klosterkirche St. Lambert verlegt.

Karten gibt es bei Inn-Salzach-Ticket unter der Telefonnummer 01805 / 723636.

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Andrea Aschauer

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