Am Grab von Max Priller aus Prien a. Chiemsee

Unter großer Anteilnahme wurde Max Priller aus Prien zu Grabe getragen, das christliche und fürsorgliche Leben des im 81. Lebensjahr Verstorbenen wurde in der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ und auf dem Priener Friedhof umfassend gewürdigt. Dem Markt Prien war Max Priller  30 Jahre als Leiter des Bauamtes und als Förderer der Ortsvereine eng verbunden.Monsignore Bruno Fink erinnerte daran, dass Max Priller in Vilsbiburg geboren wurde, mit drei Brüdern aufwuchs und auf Anregung des damaligen Vilsbiburger Stadtpfarrers zum Priester-Studium ins Regensburger Internat entsandt wurde. Diese Berufsrichtung änderte sich nach ein paar Jahren und Max Priller erlernte das Handwerk des Zimmermanns. Später erwarb er sich zusätzliche berufliche Qualifikationen an der Fachhochschule in München. Erste berufs-ausübende Station war in der Landeshauptstadt München beim damaligen Oberbürgermeister Thomas Wimmer. Von München ging Max Priller dann nach Deggendorf, wo ihm in seiner zehnjährigen Arbeitszeit besonders die Neugestaltung des Stadtplatzes gelang. 1958 schloss Max Priller den Bund der Ehe, aus der vier Kinder hervorgingen, allerdings verstarb ein Kind unmittelbar nach der Geburt. 1967 kam Max Priller als Leiter des Bauamtes der Marktgemeinde nach Prien. Wie Zweite Bürgermeisterin Renate Hof in ihrem Nachruf sagte, war Max Priller in seinem 30jährigen Wirken für Prien ein wichtiger Architekt, Planer, Bauer und Gestalter. Seine Handschrift lässt sich –so Renate Hof – an vielen größeren und kleineren Bauwerken ablesen, die in den Amtszeiten der Bürgermeister Franz Seebauer und Lorenz Kollmannsberger entstanden. Unter anderem fielen der Neubau des Rathauses und der Rathaus-Umzug, der Sportplatz, die Bahnunterführungen und viele schulische Baumaßnahmen in Prillers Amtszeit. Eng verbunden war Max Priller auch den Ortsvereinen. Die Trachtenvorstände Klaus Löhmann vom Priener Trachtenverein, dem Priller 1970   beitrat und Anton Hötzelsperger vom Trachtenverein „Daxenwinkler“ Atzing, dem er 1982 beitrat, bezeichneten Max Priller als einen treuen Trachtler mit Herz, der gerne und gesellig bei den Vereinsveranstaltungen mitmachte. Sowohl beim Bau des Priener Trachtenheimes als auch beim Bau des Vereinshauses in Atzing war Max Priller mit seinen Fachkenntnissen ein wertvoller Helfer und Ratgeber. Max Priller war auch ein Ziach-Musikant, der allzu gerne Lieder aus seiner Heimat, dem Bayerischen Wald anstimmte. Erwähnt  wurde auch, dass Max Priller in seiner Priener Wahlheimat Trautersdorf vor vielen Jahren aus Dankbarkeit über die damalige Wiedergenesung seiner schwer erkrankten Tochter eine Kapelle zu Ehren des Heiligen Sebastian errichtete. Abschließend dankte noch Vorstand Michael Anner vom Veteranenverein Prien Max Priller für seine langjährige Mitgliedschaft und es erklang die Weise vom  „Guten Kameraden“. Neben den Fahnen der genannten Vereine waren noch anwesend die Fahnen- und Standartenabordnungen des Radfahrvereins, des Hufeisenvereins, des Rauchclubs und der Königlich Privilegierten Feuerschützengesellschaft, denen Max Priller in all den Jahren seines Priener Daseins zugetan war. Die musikalische Gestaltung der Trauerfeierlichkeiten in der Kirche und auf dem Friedhof übernahmen der Priener Kirchenchor sowie Bläser von der Musikkapelle Wildenwart. Nach der Verabschiedungs-Feier auf dem Friedhof wurde der Verstorbene nach Zwiesel gebracht. Dort findet am kommenden Donnerstag die Erdbestattung statt.

– Sterbefoto Vorder- und Rückseite mit der von Max Priller erbauten Kapelle in Trautersdorf

– Porträt Max Priller (Foto: hö)

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg