Gold-Stimmung im Kufenstüberl

Letzte „Ausfahrt“…
… Kufenstüberl und Deutsches Haus. Nach Abfahrt und Slalom, Dopingprobe, Pressekonferenz, Umziehen, Siegerehrung, Fernseh- Interview beim ZDF konnte Gold-Marie Höfl-Riesch (29) kurz vor Mitternacht endlich durch schnaufen. Nach einem kurzen Gespräch auf der Bühne und einem Bussi für Ehemann Marcus Höfl (40) suchte die Wahl-Kitzbühelerin ihre Trainer. „Ich muss mich bedanken. Sie haben Gold mit gewonnen.“ Fan Franz Beckenbauer war zu der Zeit schon im Privatjet auf dem Weg zurück nach Salzburg. Der Kaiser vor dem Start bei einer Brotzeit im Kufenstüberl: „Ich bin froh, dass ich jetzt wieder den FC Bayern sehe. Die Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen halten meine Nerven nicht mehr aus. Was die Maria heute geleistet hat war in meinen Augen phänomenal. In der Abfahrt Fünfte und dann nach einem Kampfslalom Olympiasiegerin – das war unheimlich spannend.
Ich war hinterher richtig durchgeschwitzt.“
Foto: Franz Beckenbauer mit Dr. Michael Vesper, Chef de Mission der deutschen Olympia-Mannschaft
Der Diskussion…
… über die Einmarschkleidung der deutschen Mannschaft in Sotschi machte DOSBPräsident Alfons Hörmann (53) ein Ende. Bei einer Einladung von Willy Bogner, der die deutsche Mannschaft bei Winterspielen seit 1936 ausrüstet, sagte der deutsche Sport Funktionär: „Das deutsche Design wurde weltweit kommentiert und zwar meistens positiv. Die Sportlerinnen und Sportler haben die Farben mit Stolz und Überzeugung ins Stadion getragen. Wir sind froh einen solchen Partner zu haben.
Der DSV ist ohne Willy Bogner nicht vorstellbar.“ Der Münchner Mode-Macher bedankte sich für das jahrelange Vertrauen und meinte: „Auch im Nachhinein hätte ich die Einkleidung keinen Deut anders gemacht.“
Foto: Willy Bogner, Vanessa Mae (startet für Thailand), Sonia Bogner und Prinz Hubertus von Hohenlohe (startet für Mexiko)
Zum Arzt…
… musste BR-Urgestein Axel Müller. Der TV-Reporter war auf dem Weg vom Austria Haus zum Hotel in eine Grube gefallen und hatte sich am rechten Bein verletzt. „Es war dunkel und das Loch war nicht abgedeckt“, erklärte der Münchner. „Ich habe geblutet, aber die daneben stehenden Polizisten haben mir erst spät geholfen und mich dann in eine Klinik gefahren.“ Alles wieder OK. Müller kann weiter aus Sotschiberichten.
Foto: Axel Müller wird von Alpin-Direktor Wolfgang Meier getröstet
Großes Lob…
… zollte Dr. Walther Tröger (85) dem neuen IOC-Präsidenten Dr. Thomas Bach (60) für seine Auftritte bei den zahlreichen Meetings der olympischen Familie. Tröger, der von 1992 bis 2002 Präsident des NOK (Vorgänger des DOSB) und Mitglied im IOC war: „Thomas hat jeden, der sich gemeldet hat, zu Wort kommen lassen. Dennoch waren die Sitzungen immer vorzeitig beendet.“
Foto: Rudi Größwang (l.) checkt Dr. Walther Tröger in seinem Kufenstüberl ein.

Anton Hötzelsperger

Nachrichten

Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg