Gold-Junge Felix Loch im Kufenstüberl

Weit nach Mitternacht…
… kam Felix Loch (24) zur Medaillen-Feier ins voll besetzte Kufenstüberl. Der Olympiasieger musste bei der Doping-Probe nachsitzen. „Die erste Abgabe war den Ärzten zu dünn“, sagte Rodel-Arzt Dr. Christopher Szopko. „Vor der zweiten ist eine Wartezeit von 45 Minuten vorgeschrieben. Dann gab es aber keine Beanstandungen mehr.“ Die Rodel-Präsidenten Sepp Fendt (FIL) und Andreas Trautvetter(BSD), DOSB-Boss Alfons Hörmann, Generalsekretär Thomas Schwab und natürlich Papa Norbert ließen den Gold-Jungen bei mehreren Gläsern Erdinger Weißbier hochleben.
Vor der Medaillen-Übergabe heute in Sotschi bringt Felix seine Freundin Lisa Ressle („ich habe mit Felix das Glückslos gezogen“) zum Flughafen. „Sie muss wieder arbeiten“, sagte der Berchtesgadener.
2 Fotos: Felix mit Bier bzw. Feierten das erste Gold: Norbert Loch, Alfons Hörmann, Andreas Trautvetter (v. l.)
Sein letzten Rennen…
… bestritt David Möller (32) auf der Olympiabahn in Sanki. Der dreifache Weltmeister beendet mit dem 14. Platz seine 15-jährige internationale Karriere. Der Polizeihauptwachmeister aus Sonneberg hatte mit Silber 2010 seine beste
Platzierung bei Winterspielen erreicht. Wir wünschen Glück auf dem beruflichen Weg.
Der Kaiser…
… lernt bei den Winterspielen jeden Tag etwas Neues. Von der VIP-Tribüne aus verfolgte Franz Beckenbauer (68) den Sprint-Wettbewerb im Biathlon – und kannte sich plötzlich gar nicht mehr aus. „Haben die hier eine Verkehrspolizei“, fragte die Fußball-Legende seinen Nachbarn Fedor Radmann. „Die laufen ja so durcheinander, dass man nicht mehr weiß, wer vorne oder hinten ist.“ Bei der Herren-Abfahrt (Sieger Matthias Mayer/AUT) stellte Beckenbauer fest: „Live sieht man nur die letzten paar
Meter. Um die Läufer auf der Strecke verfolgen zu können waren die Screens zu klein. Ich habe wieder einmal erkannt: Am besten sieht man so eine Abfahrt im Fernsehen.“
Foto: Beckenbauer im Kufenstüberl mit Fedor Radman, Marcus Hölf und einer Hostess
Vanessa Mae…
… machte Christian Neureuther (64) ein Angebot – sie als Trainer auf die Olympischen Spiele in Sotschi vorzubereiten. „Das hätte ich gerne gemacht, aber in der Kürze der Zeit war kein Assistent mehr zu finden, der die Torstangen getragen und auch aufgestellt hätte. Ich kann das in meinem Alter nicht mehr“, erklärte der Vater von Ski-Felix bei einem Besuch im Kufenstüberl. Über Felix, der die für Thailand im Slalom startende Star-Geigerin beim Training kennengelernt hatte, kam die Verbindung zu Stande.
Foto: Christian Neureuther und Rosi Mittermeier schauen Biathlon im Kufenstüberl

Anton Hötzelsperger

Nachrichten

Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg