Gebirgsschützen gedenken der Gefallenen von 1705 in Wasserburg am Magdalenenberg

Am 21.11.1705 rotteten sich, meist recht junge Leute, aus Kling und Rosenheim vor Wasserburg zusammen um nach Kraiburg, Mühldorf und Neuötting zu gehen, in der Absicht den Inn – Übergang gegen die kaiserlichen zu sichern. Die Verteidiger waren auf ca. 1300 Mann angewachsen.

Oberst de Wendt forderte die völlig unterlegenen Belagerer vor Wasserburg auf, aufzugeben. Es waren vorwiegend junge Bauernburschen, von denen etwa 100 eine Feuerwaffe hatten. Die jungen, militärisch nicht ausgebildeten Belagerer vor Wasserburg wollten schon aufgeben, als ein Schuss fiel und ein Husar erschossen wurde. Daraufhin griffen die bestens ausgerüsteten österreichischen 1100 Husaren die aufständischen Bauern von 2 Seiten an, wobei viele Bayern starben. 300 Gefallene wurden am Magdaleneberg begraben. Aus diesem Anlaß gedenken jedes Jahr am 21. November die Gebirgsschützen der Kompanien Endorf, Söllhuben und Rosenheim der Toten am Magdalenenberg, oberhalb von Achatz. Heuer war die Gebirgsschützenkompanie von Bad Endorf Gastgeber und Ausrichter der Gedenkfeier.

Foto: Gebirgsschützen – Kranzniederlegung

Nähere Informationen: Dieter Dettmer, Tel.: 08052 – 9123

Anton Hötzelsperger

Nachrichten

Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg