Fußball-Berg-Predigt bei Gottesdienst anlässlich 5 Jahre Wirtsleute auf der generalsanierten Hochrieshütte

Seit fünf Jahren sind Elke und Florian Robl Pächter der Hochrieshütte von der DAV-Sektion Rosenheim. Dieses Jubiläum sowie die Genesung ihres Sohnes nach einem schweren Unfall nahmen die Wirtsleute zum Anlass, zu einem Berggottesdienst am Hochriesgipfel-Kreuz einzuladen. Der Einladung folgten nicht nur viele Natur-, Wander- und Bergfreunde, sondern auch Diakon Eugen PETER vom Pfarrverband Stephanskirchen sowie die Westacher Sänger und Musikanten aus Isen, die den Gottesdienst am von Hochnebel umgebenen Gipfelkreuz zusammen mit Alpenvereins-Vorsitzenden Franz Knarr (Lesung) gestalteten. Diakon Peter nutzte die Gelegenheit der Berg-Predigt inmitten der Spielzeit zur Fußball-Europa-Meisterschaft zu einem Vergleich des Sports mit dem Leben. „Sieg und Niederlage begegnen uns Tag für Tag, bald auch wieder in den Schulen bei der Zeugnisverteilung. Wichtig bei Niederlagen ist es, dass wir wieder aufstehen und weitermachen, um wieder für die nächsten Aufgaben und Spiele fit zu sein. Das gilt auch bei Eigen- und Gegentoren, dann sollten wir uns erst recht nicht entmutigen lassen“, so der junge Geistliche, der weiter ausführte: „Fouls im Leben von Freunden, Partnern und Kindern wird es immer wieder geben, auch wegen dieser Enttäuschungen dürfen wir nicht nachtreten, besonders schlecht sind Revanche-Fouls“. Der christliche Glaube –so Diakon Peter weiter – bietet die Versöhnung an, damit wir nicht dauerhaft im Abseits des Lebens landen. „Oft helfen böse Fouls im eigenen Leben weiter, verteidigen wird die Schwächeren und greifen wir den Benachteiligten unter die Arme, damit sie wieder auf die Füße kommen. Auch sollten wir Anderen nicht zu vorschnell die Rote Karte zeigen und über sie richten. Manchmal wäre es auch gut, von Verteidigung auf Angriff umzuschalten, zum Beispiel wenn Andere beleidigt oder unterdrückt werden, da dürfen wir nicht wegschauen“. Zum Schluss ging der Diakon noch auf den oft millionenhohen Marktwert von Fußballern ein und er sagte dazu: „Vor Gott sind alle gleichwertig, der Maßstab des Wertes liegt um Umgang mit den Mitmenschen. Was die Halbzeit im Fußball ist sollte die Auszeit im Tagesgeschehen sein, um Gelegenheit zu bekommen, über die eigene Strategie und Philosophie nachzudenken“ – so der Prediger, der zum Schluss empfahl, den klugen und weisen Trainer Jesus Christus wieder mehr zu kontaktieren. Damit endeten die Vergleiche der derzeitigen Europa-Fußball-Meisterschaft mit dem eigenen Leben. Nach dem auf aussichtsreicher Höhe erteilten Segen unterhalb des Gipfelkreuzes dankte Franz Knarr vom Alpenverein für die Predigt und er sagte in Bezug auf den gerade fertig gewordenen Generalumbau auf der Hochrieshütte: „Auch eine so große Sanierung hoch droben auf dem Berg geht nicht ohne Blessuren, auch wir waren und sind auf das gute Miteinander angewiesen. Es war nicht einfach, den Wirtschaftsbetrieb während der Bauzeit mit Presslufthammer-Tönen und Hubschrauber-Landungen aufrecht zu erhalten. Da gilt ein ganz besonderer Dank den Wirtsleuten Elke und Florian Robl mit ihrem gesamten Team“ – so Franz Knarr bei der Übergabe eines Blumenstraußes an die Wirtin zum Dank für die verständnisvolle Partnerschaft. Elke und Florian Robl ihrerseits bedankten sich zu ihrem fünfjährigen Wirte-Jubiläum bei allen Stammgästen, Bergfreunden und Gästen ebenso wie bei ihrem Service- und Mitarbeiterteam. „Mögen uns auch zukünftig alle Menschen willkommen sein, die die Berge und speziell die Hochries genießen wollen“ – mit dieser Bitte der Wirtsleute und des DAV-Vorsitzenden ging es dann zur gemütlichen Einkehr und zum Weiter-Wandern bzw. zur Talfahrt mit der Hochriesbahn hinunter zum Samerberg.Am 15. August wird das 5jährige Wirte-Jubiläum auf der Hochries mit den 4 jungen Hinterberger Musikanten ab 11 Uhr noch gesondert gefeiert.

Fotos:  Hötzelsperger – Eindrücke von der Bergmesse anlässlich 5 Jahre Wirtsleute Elke und Florian Robl auf der Hochrieshütte.

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg