Fini Koller aus Sachrang feierte 80. Geburtstag – Lebensleistung für Kirche und Vereine

Eine außergewöhnliche und hoch geschätzte Persönlichkeit im Aschauer Gemeindeteil Sachrang ist Josephine „Fini“ Koller. Ihr zu Ehren versammelten sich an ihrem 80. Geburtstag und zum Namenstag eine Vielzahl an Gratulanten im Gasthaus „Sachranger Hof“, um nach einem Gottesdienst in „ihrer“ Pfarrkirche St. Michael ein vielfaches und herzliches „Vergelt´s Gott“ zu sagen.Den Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Hermann Overmeyer, für die musikalische Gestaltung sorgte Sebastian Weyerer und in der Kirche gratulierte bereits Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Angelika Hofferer. Anschließend würdigten bei der weltlichen Feier Hans Pumpfer vom Freundeskreis „Müllner Peter“ und Herbert Hoyer von der Krieger- und Soldatenkameradschaft Sachrang die stillen und wertvollen Verdienste von Fini Koller. Als Geburtstags-Festredner fasste Hans Pumpfer die Leistungen der Jubilarin seit ihrer frühesten Jugend zusammen: 14 Jahre war sie Vortänzerin beim örtlichen Trachtenverein „D´Geiglstoana“ Sachrang, früh begann sie als begabte Zitherspielerin in der Volksmusik mitzuwirken und 1955 nahm sie mit Anni Jennerwein, Käthl Pfaffinger (Simmerl) und Erich Pfaffinger am ersten Volksmusikwettbewerb in Kufstein als Sachranger Viergesang erfolgreich teil (hieraus entstand dann der weitum bekannte Sachranger Dreigesang). 1975 gründete Fini Koller mit Alois Meindl und Sepp Prankl die Sachranger Stubenmusi, fortan unterrichtete sie in vielen Jahren insgesamt 31 Schülerinnen und Schüler im Zitherspiel. Neben der Volksmusik lag Fini Koller die gesamte Sachranger Kultur und das Sozialwesen am Herz. Als langjähriges Mitglied im Freundeskreis „Müllner Peter“ sorgt sie für die Vorbereitungen zu Konzerten und Wallfahrt, sie pflegt das Müllner-Peter-Grab und sie ist aktives Müllner-Peter- und Kirchen-Chor-Mitglied. Seit über 60 Jahren gehört sie dem Roten Kreuz an, bis 1984 wirkte sie im Beirat und Ausschuss des Ökomenischen Sozialdienstes Priental mit und bis 2014 war sie in der Alten- und Krankenpflege im Einsatz. Gar seit 65 Jahren wird von ihr das Kriegerdenkmal von Sachrang sauber gehalten. Seit 1974 führt Fini Koller Weihnachts- und Adventfeiern für die Pfarrei und Senioren durch, ihr obliegt die Anfertigung und Verteilung von Feiertags-Gestecken und nicht zuletzt war sich acht Jahre Mitglied bei der Kirchenverwaltung und 20 Jahre war sie stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende. Die Einführung der Alpenländischen Maiandachten, der Ölberg-Gottesdienste und Engelämter mit volksmusikalischer Gestaltung sowie der Oktober- und Fatima-Rosenkränze waren eine Initiative von Fini Koller, die auch noch die Bezahlung der Volksmusikgruppen selbst übernahm. Weitere Aufgaben von Frau Koller waren die jährlichen Caritas-Sammlungen, Inventur- und Katalog-Arbeiten für Pfarrkirche, Ölbergkapelle und Friedhof, die ständige Sauberhaltung und Blumenausstattung der kirchlichen Gebäude sowie das Besorgen der Altar- und Pfarrwäsche.
„Wie hast Du das alles nur geschafft?“ – so fragte Laudator und Ehrenbürger Hans Pumpfer bei der Feier ehe er Fini Koller eine Orchidee als Geschenk überreichte und er beschloss seine Rede mit: „Vergelt´s Gott für all das Viele, das Du für Sachrang und die dort lebenden Menschen getan hast“. Für die musikalische Gestaltung sorgten Zitherspieler Hans Kanzler und die Walchseer Sängerinnen. Auch Sachranger-Hof-Wirtin Finny Ostermann gratulierte mit einem Geburtstagsständchen auf ihrer Ziach.

hö/Fotos: Fini Koller – ihr wurde zum 80. Geburtstag für ihr Kirchen-, Vereins- und Sozial-Engagement gedankt.

Nähere Informationen: Hans Pumpfer, Telefon 08057-386.

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg