Feuerwehr-Landkreis Rosenheim zu Gast in Grainbach

„Nur sieben Minuten nach meinem Anruf war die Feuerwehr in der Rohrdorfer Kirche zur Stelle und rasch hatten die Fachleute den Brandherd ausfindig gemacht und großen Schaden verhindern können“ – mit diesen Worten begann Dekan Gottfried Doll den Gottesdienst, den die Freiwillige Feuerwehr von Grainbach anlässlich ihres 140. Geburtstages als Höhepunkt der mehrtägigen Festlichkeiten wohl vorbereitet hatte. Hautnah – so der Pfarrer – konnte er bei dieser Situation erleben, wie der Dienst am Nächsten sowie der Schutz von Leben und Besitz ein zentrales Anliegen der Feuerwehren sind. Bei seiner Predigt bat Dekan Doll, dass die Feuerwehr auch zukünftig die Flamme des Heiligen Geistes brennen lassen mögen, denn der Geist Gottes ist dafür da, um für Andere da zu sein“.

Großes Lob erntete der Festverein von Grainbach mit der Ausrichtung des Festes. Zu den Lob-Rednern gehörte auch Rosenheims neuer Landrat Wolfgang Berthaler, der die Bedeutung der Feuerwehren als ehemals aktiver Kommandant anhand von Zahlen deutlich machte: „Über 6.000 Frauen und Männer leisten aktiv Dienst in den Feuerwehren im Landkreis, und allesamt sind sie Tag und Nacht einsatzbereit“ – so der Landrat. Auch Bürgermeister und Schirmherr Georg Huber hatte allen guten Grund, stolz zu sein auf die Grainbacher Feuerwehr und er machte der Wehr ein Kompliment ob ihres bestens in Erfüllung gegangenen Fest-Mottos „Gemeinsam helfen – Gemeinsam feiern“. In Bayern kommen auf 1.000 Einwohner durchschnittlich 26 ehrenamtliche Feuerwehrleute, auf dem Samerberg sind es mit insgesamt 130 Aktiven im Durchschnitt doppelt so viele. „Der Samerberg ist gut aufgestellt“ – war deswegen das Resümee von Landtagsabgeordnetem Klaus Stöttner, der die große Schar der Anwesenden namens der Bayerischen Staatsregierung bat, auch weiterhin mehr zu tun als es Pflicht ist. Ergänzend fügte Kreisbrandrat Sebastian Ruhsamer hinzu, dass im Landkreis Rosenheim pro 1.000 Einwohner der beachtliche Schnitt von 47 Feuerwehrleuten zustande kommt. Sebastian Ruhsamer, dem bei diesem Fest aufgrund seiner vielfältigen Verdienste in der 18jährigen Amtszeit als Kreisbrandrat mehrfach gedankt wurde, erinnerte bei seinem Grußwort auch noch an den Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehren, der sich unter anderem vor genau einem Jahr beim Jahrhunderthochwasser zeigte als rund 3.000 Feuerwehrleute aus dem Landkreis in den verschiedenen Überschwemmungsorten helfend im Einsatz waren.

Genau 48 Fahnenabordnungen machten beim Kirchenzug, Gottesdienst und Festzug deutlich, dass Feuerwehren zusammenstehen. Festleiter Christian Irger von der Feuerwehr Grainbach hatte wahrlich guten Grund, zufrieden zu sein. „Der Fest-Funke ist auf die Bevölkerung und auf überaus viele Gäste übergesprungen, die Landkreisbevölkerung war gerne auf dem Samerberg zu Gast, das hat uns gefreut und geehrt“ – so der Festleiter. Sein besonderer Dank galt Dekan Gottfried Doll, Diakon Günter Schmitzberger, der Musikkapelle Samerberg und dem Kirchenchor Samerberg für die eindrucksvolle Messfeier oberhalb des Festortes mit klarem Blick über Grainbach hinüber nach Törwang und über den Samerberg. „Das war ein Pfingstsonntag wie er im bayerischen Bilderbuch steht“ – so Trachtenvorstand Fred Wiesholzer, der sich mit seinem Verein ebenso wie die weiteren Ortsvereine am Festgeschehen in großer Anzahl beteiligte und der sich nunmehr auf den nächsten Höhepunkt für Grainbach mit den Samerberger Freilichtspielen 2014 vorbereiten (Premiere ist am Freitag, 27. Juni).

Foto/s: Hötzelsperger – Eindrücke vom Feuerwehr-Jubiläumsfest in Grainbach auf dem Samerberg.

Weitere Informationen: www.samerbergernachrichten.de

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg