Faschings-Hochzeit in Pleiskirchen – Wer net dabei war, hat was versamt!

Den „höfischen Bauernhochzeiten“ des 18. Jahrhunderts nachgeahmt, finden in Pleiskirchen seit 1975 in regelmäßigen Abständen Faschingshochzeiten statt. So hat der Trachtenverein D`Holzlandler diese Veranstaltung in diesem Jahr aus Anlass des 70jährigen Vereinsbestehens bereits zum sechsten Male organisiert.

Der Ursprung der „Fastnachtslustbarkeiten“ sollte eine Aufwertung der bäuerlichen Kleidung sein und die höfische Musik mit der Volksmusik zusammenführen. Es wird besonders darauf Wert gelegt, dass die Teilnehmer im Traditionsgwand um 1900 mitwirken. Das Brautpaar Apollonia Soivermoser vo Sixtnetgern (Georg Englsperger jun.) und Kastulus Ruach vo Hungeröd (Maria Langreiter) freuten sich über die zahlreich anwesende Verwandtschaft, die Vertreter aller Zünfte und Handwerker sowie die „Prominenz“. Für den guten Ablauf des Hochzeitszuges, der Trauung und der traditionellen Hochzeitsbräuche sorgte Hochzeitslader Karl Hausinger. Beim Jungherrnlauf mit anschließendem Hochzeitsfoto hatten die Gäste viel zu lachen. Im Saal des Gasthauses Münch war bereits für alle zur Hochzeitsfeier mit Hungertanz, Suppensalzen, Ehren und Nachehren gedeckt. Jeder Hochzeits-Brauch hat seinen Sinn und ist auch in der heutigen Zeit umsetzbar – zumindest im Fasching. Hildegard Kallmaier konnte nach der Hochzeitsfeier auf das anschließende Houzatkranzl mit Streichkas und der Dorfner Musi überleiten. Als besonderes „höfisches“ Tanzvergnügen stand die „Francaise“ auf dem Progrann und alle tanzten mit. Schö war`s und alle Gäst` san mit vui guade Eindrücke vom Fasching aus Pleiskirchen hoamgfahrn.

Text und Bilder: Anna Felbermeir

Anton Hötzelsperger

Nachrichten

Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg