Ein Vierteljahrhundert als Stadtführerin unterwegs

Andrea Aschauer —  27. Mai 2015
Am Ort einer Stadtführung – Sarah Smyka gratuliert Rosi Fery für 25 Jahre Arbeit als Stadtführerin

Am Ort einer Stadtführung – Sarah Smyka gratuliert Rosi Fery für 25 Jahre Arbeit als Stadtführerin

Rosenheim – Hexenwahn und Spukgeschichten machen ihr Spaß, Geschichte fasziniert sie, und am liebsten ist sie mit Gästen und Einheimischen im Freien unterwegs. Rosi Fery gehört zur Stadt Rosenheim wie der Riedergarten oder die Nikolauskirche. Seit 25 Jahren ist sie Stadtführerin, bei Wind und Regen, bei großer Hitze oder im Winter, voll bepackt mit interessanten Geschichten und Anekdoten. Viele der Stadtführungen hat sie selbst entworfen, so etwa die beliebte Führung „Unheimliche und kuriose Geschichten“. Auf die Idee dazu kam sie vor einigen Jahren bei einem Tourismusseminar. „Wir haben einige Regionen in Bayern besucht, darunter auch die Stadt Bamberg. Dort hat mir die Hexenführung sehr gut gefallen“, erzählt Rosi Fery. „Da hab ich mir gedacht, so was bräuchten wir in Rosenheim auch. Weil es aber keine Hexenverbrennung bei uns gegeben hat, habe ich nach kuriosen und unheimlichen Geschichten gesucht.

Und ich habe mehr gefunden, als ich gedacht habe.“ Darunter war etwa die legendäre Spukgeschichte in einer Rosenheimer Anwaltskanzlei, die bei Gästen besonders gut ankommt. Genau so etwas braucht man bei einer Stadtführung, meint Rosi Fery. „Die Gäste wollen unterhalten werden, und keine trockenen Fakten hören.“ Aus diesem Grund schlüpft sie auch in Verkleidungen, nimmt auch mal eine Laterne mit, trägt Kleider von Anno dazumal und bringt auch selbst erlebte Kuriositäten mit ein. Im Lauf der Jahre hatte sie noch mehr Ideen. Von ihr stammen die aktuelle Nachtwächterführung „Sechs Tore hatte der Markt“, die gefragten Stadtrallyes für Kinder und Jugendliche, die knifflige „Krimi-Erlebnisführung“ oder die spannende Schatzsuche „Findet den Römerschatz“.  „Das gefällt mir an meiner Tätigkeit so gut: dass ich sehr kreativ sein kann, und dass das Lernen nie aufhört. Ich lerne ständig dazu. Deshalb arbeite ich auch im Lokschuppen als Ausstellungsführerin. Jedes Jahr gibt es hier ein neues, spannendes Thema, in das ich mich einarbeiten muss.“ Ihre Stadtführungen bietet Rosi Fery nunmehr seit einem Vierteljahrhundert in  Zusammenarbeit mit der Veranstaltungs+Kongress GmbH Rosenheim an. Dazu ist sie als Reiseleiterin unterwegs, was ihr gelernter Beruf ist. Ans Aufhören denkt sie noch lange nicht – denn die Ideen gehen bei ihr nie aus. Marketingleiterin Sarah Smyka gratulierte ihr im Namen der Veranstaltungs + Kongress GmbH Rosenheim mit Blumen und Konzerttickets zu ihrem Dienstjubiläum.  Mit ihren Konzeptideen prägt Rosi Fery nach Angaben der VKR seit den Anfängen das Stadtführungsangebot – immer darum bemüht, Stadtgeschichte mit Erlebnischarakter anzubieten. Ein herzliches Dankeschön gab es nicht nur für die tollen Ideen, sondern auch für die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Wer eine von ihr entworfene Führung erleben will: am 18. Juli gibt es die Führung „Der Medicus von Rosenheim“ um 15 Uhr.

 

Andrea Aschauer

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