Ehrungen für Königstreue, Schöne Münchnerin und Bayerischen Trachtenverband

„Erbe verpflichtet, aber Erbe kann auch Freude machen“ – ganz in diesem Sinne lud Bayerns Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder zu einer besonderen Feier an einem historischen Platz ein: „Bayerns Erbe – 150 Jahre König Ludwig II.“ war nicht nur ein Grund zum feierlichen Zusammenkommen, sondern auch eine passende Gelegenheit zum Dank-Sagen.

Ehe es dazu im Programm im Kaisersaal der Münchner Residenz kam, wurde an das kulturelle Erbe von König Ludwig II. erinnert. In einer Diskussionsrunde mit Moderatorin Anouschka Horn vom Bayerischen Fernsehen gaben mit Seiner Königlichen Hoheit Luitpold Prinz von Bayern, Staatsminister Dr. Markus Söder, Bundestagsabgeordneter Dr. Peter Gauweiler und Herrenchiemsee-Festspielleiter Ennoch zu Guttenberg ihre ganz persönlichen Einschätzungen zu König Ludwig II. ab, der unbestritten einer der interessantesten Staatslenker insgesamt und Bayerns populärster Monarch sowieso war. Das Vermächtnis von König Ludwig II waren unter anderem seine Förderung der Künste und Musik (Richard Wagner), seine Königsschlösser und sein ausgeprägter Sinn für technische Fortschritte. „Ein Tag der Bayerischen Armee im I. Weltkrieg hat mehr gekostet als alle bayerischen Königsschlösser von Ludwig II. zusammen“, so S.K.H. Luitpold Prinz von Bayern, der auch noch darauf hinwies, dass die in Zusammenhang mit dem Königsschlösser-Bau entstandenen Schulden inzwischen vom Haus Wittelsbach zurückbezahlt worden sind (30 Jahre gab es ein Darlehen des Freistaats zur Tilgung dieser Schulden).

„Trachten sind gelebte Geschichte“ – Laudatio von Heimatminister Söder

Höhepunkt der Kaisersaal-Feierlichkeit war die Verleihung der Ludwig I.-Medaille für Verdienste um bayerische Schlösser, Gärten und Seen sowie um Heimat und Brauchtum. Eingangs erläuterte Heimatminister Söder, dass diese Auszeichnung aus drei Gründen erfolgt. Einmal zum Dank für enorme ehrenamtliche Leistungen zur Brauchtumspflege, dann zur Motivation aller an der bayerischen Brauchtumspflege Beteiligten und schließlich auch als Anregung für Jene, die bislang noch nicht aktiv sind, aber dies noch werden könnten. Erste Preisträger der raren Auszeichnung war der Verband der Königstreuen in Bayern e. V. mit ihrem Vorsitzenden Stefan Jetz aus Altötting. 60 königstreue Vereine zur Förderung der bayerischen Lebensart und zur Auseinandersetzung mit der bayerischen Geschichte zählt diese Gemeinschaft. Zweiter Preisträger war der Verein „Die schöne Münchnerin e.V.“, deren historische Kleiderordnung auf 41 Seiten festgehalten ist und auch zeitgemäß in die Zukunft führt. Mit der „Schönen Münchnerin“ lebt die Biedermeier-Zeit auch heute noch weiter und die inhaltliche Qualität der Vereinsziele und der Fortbestand der Trachten werden mit vielen Kursen erreicht. „22 Gauverbände, 165.000 Erwachsene und über 100.000 Jugendliche aus den Reihen des Bayerischen Trachtenverbandes sind zentraler Bestandteil des Freistaates Bayern“ – so Minister Söder, der dem Bayerischen Trachtenverband als drittem Preisträger noch bescheinigte: „Menschen auf der ganzen Welt freuen sich, wenn sie Trachtler oder Trachtenträger sehen“.

Die musikalische Gestaltung der Festveranstaltung im Kaisersaal der Münchner Residenz besorgten die Fanfarenblässer „Salzburger Trumeter“, die Harfenspielerinnen Elisabeth Pawelke und Eva Curth sowie die Schwaiger-Musi aus den Reihen des Bayerischen Trachtenverbandes.

Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke von der Festveranstaltung mit Preisverleihung im Kaisersaal der Münchner Residenz.

Weitere Informationen: www.stmf.bayern.de

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg