Dach- und Fassaden-Sanierungen in der Kirche von Urschalling

Zu den besonderen sakralen Raritäten im nördlichen Alpenraum gehört die Kirche St. Jakobus von Urschalling in der Gemeinde Prien mit ihren farbenfrohen, mittelalterlichen Fresken. Der Zahn der Zeit, aber auch das Hagelunwetter vor vier Jahren haben dem Dach und der Aussenfassade erheblich zugesetzt. In Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt sowie mit der Erzdiözese München und Freising werden nunmehr die Sanierungsarbeiten geplant und im Frühjahr 2016 begonnen. Bei einem Ortstermin erläuterten Architekt Anton Michael und Kirchenpfleger Thomas Geisler die Details der Schäden. Im Rahmen eines Forschungsprojektes der Universität Hildesheim wurde der Rot-Algen-Befall im Kirchen-Inneren näher untersucht, auch grüner Schimmel bildete sich an verschiedenen Stellen. Die Rot-Algen haben Gott sei Dank keine putz- und farbzerstörende Wirkung. Wichtiger ist derzeit – so Architekt und Kirchenpfleger – die Sanierung des Dachstuhls. Diese wird abschnittsweise und je nach Wetter erfolgen. Hernach wird der Außenanstrich in Angriff genommen werden. Bereits jetzt werden mit Lüftungsanlagen Maßnahmen zur Klima-Verbesserung unternommen; um die Feuchtigkeit einzugrenzen, werden in der Urschallinger Kirche nur noch künstliche Blumen verwendet. Die gesamte Sanierungsmaßnahme wird um die 500.000 Euro kosten, 86 Prozent übernimmt die Diözese, 60.000 Euro wird die Marktgemeinde Prien aufbringen. Der Rest wird aus Spenden erhofft, eine erste Zusage kam vom Priener Trachtenverein, der die Kirchenkollekte vom Gautrachtenfest am Sonntag, 26. Juli dem Kirchenjuwel von Urschalling zur Verfügung stellt.
Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke von der Kirche von Urschalling

Nähere Informationen: Pfarrbüro Prien, Telefon 08051-1010

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg