Bewegende Trauerfeier für Ramona und Melanie am Samerberg

Mit großer Anteilnahme nahmen die Trauergäste am Samerberg Abschied von Ramona Daxlberger und Melanie Rüth. Die beiden jungen Frauen waren bei einem furchtbaren Verkehrsunfall in Rosenheim am Abend des 20. November gestorben. Der tragische Unfall hat viele Menschen nicht nur am Samerberg sehr betroffen und fassungslos gemacht. Es wurden drei weitere Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt. Am Samstag wurden beide Frauen auf dem Friedhof der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Törwang beerdigt.

Bereits lange vor Beginn waren die Sitzplätze in den Bänken belegt, auch in der Empore drängten sich die Trauergäste. Viele Samerberger Bürger, fanden keinen Platz mehr in der überfüllten Kirche und folgten dem Gottesdienst auf dem Dorfplatz.
Zur Bestattung waren die Familien, Verwandte, Mitschüler, Lehrer, Kollegen und Mitglieder des Trachtenvereins gekommen, aber auch hochrangige Vertreter der Polizei, der Rettungskräfte und Einsatzhelfer, die am Unfallort bis zur letzten Sekunde um das Leben der beiden Frauen kämpften. Die würdevolle Gestaltung der Trauerfeier wurde von Diakon Günter Schmitzberger und der Gemeindereferentin Sabine Eder aus Bruckmühl sehr berührend geleitet. In Ihre Gebete schloß die Trauergemeinde auch Magdalena mit ein, die noch mit schweren Verletzungen im Krankenhaus liegt.

Für den Trachtenverein beschrieb Christian Bauer, wie Ramona und Melanie für immer eine Lücke im Verein hinterlassen, wo sie in der Jugendplattlergruppe aktiv waren. Mit großem Stolz waren sie bei den Aufführungen während der Festwoche des 18. Historischen Treffen von Altbayern dabei. Sie glänzten dort bei dem eigens einstudierten Tanz, dem „Gruß aus Grainbach“. Auf der Theaterbühne zeigten sie ihr können bei den aufgeführten Kindertheater. Unvergessen auch ihre Teilnahme bei den Freilichtspielen auf dem Samerberg. An vieles Weitere erinnerte die Gemeindereferentin Sabine Eder, die die Familien sehr gut kannte.

Eine emotionale Bereicherung während des Gottesdienstes und der Beisetzung war der A-cappella-Chor chaingang, der es vermochte, mit seinem bewegenden und sehr berührenden Gesang, Trost zu spenden. Eine Freundin der Familie, Frau Ursula Stolle, begleitete in beeindruckender Weise mit Ihrem Solo-Gesang und Gitarre. Jürgen Gieck spielte die Orgel. Die Samerberger Bläser erklangen am Grab. Fahnenabordnungen des Trachtenvereins Grainbach und des Leonhardivereins Roßholzen begleiteten die Zeremonie.

Die Trauerfeier war ein bewegender Abschied für die Angehörigen, für Mitschüler, Lehrer, Kollegen und Freunde, aber auch der vielen Rettungskräfte, denen nun nur noch die Erinnerung an Ramona und Melanie bleibt, und die jetzt insbesondere auf eine gute Genesung von Magdalena hoffen.

Foto/Text: Rainer Nitzsche

Rainer Nitzsche

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