Bernau hat zweite Kinderkrippe bekommen – Einweihung im Kindergarten St. Laurentius mit Sommerfest

Großer Tag für die ganz Kleinen in der Gemeinde Bernau: nach umfangreichen Umbaumaßnahmen im Katholischen Kindergarten St. Laurentius konnten die Räumlichkeiten für die Regenbogenzwergerl-Gruppe ihrer Krippen-Bestimmung übergeben werden. Im Beisein vieler Kindergarten-Kinder, Eltern, Omas, Opas und Ehrengäste standen die 12 Dirndl und Buam der neuen Kinderkrippe einen nachmittag im Rahmen des Sommerfestes und der kirchlichen Segnung im Mittelpunkt.

Die Begrüßung nahmen die KiGa-Leiterin Anita Herkner und Pfarrer Klaus Hofstetter vor nachdem sich die im sonnig-schattigen Sommergarten versammelte Festgemeinde mit nett einstudierten Tänzen, Spielen und Liedern unterhalten ließ. Anita Herkner erinnerte in ihrer Ansprache daran, dass der KiGa St. Laurentius vor zwei Jahren mit drei Gruppen (zwei Regelgruppen und einer Integrationsgruppe) seinen 40. Geburtstag feiern konnte. In den letzten Jahren wurde es aufgrund von Veränderungen in der Gesellschaft und vom Gesetzgeber erforderlich, einen zusätzlichen Standort für eine Kinderkrippe zu finden. Durch den Wegzug des Vereins „Netz für Kinder“ aus den Räumen im Kindergarten St. Laurentius in ein eigenes Haus konnte der Umbau beginnen. Unter großem Zeitdruck schafften es Kirche, Gemeinde, Handwerker und das Planungsbüro Straßer und Partner, rechtzeitig bezugsfertig zu werden. Insgesamt wurden rund 228.000 Euro ausgegeben, die Regierung von Oberbayern förderte die Maßnahme mit 44,85 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Die Kinderkrippe mit zwölf Kindern von 1 bis 3 Jahren nahm ihren Betrieb bereits im September des Vorjahres mit drei ausgebildeten Fachkräften auf und kann sich nunmehr nach Abschluss aller Arbeiten über ein zeitgemäßes, helles, farbiges und freundliches Raumangebot erfreuen.

Bürgermeister Philipp Bernhofer begann seine Rede mit den Worten: „Investitionen in die Kinder sind Investitionen in die Zukunft“ und er fügte hinzu, dass der Bernauer Gemeinderat mit dem Bau der zweiten Kinderkrippe im Ort seine Kinder- und Familien-Freundlichkeit erneut unter Beweis gestellt hat. „Mit der Kinderkrippe wollen wir aber nicht den Eltern ihre Erziehungsverantwortung abnehmen, aber wir wollen den Eltern ein Angebot für die Bildung und Betreuung ihres Nachwuchses machen, denn eine Kinderkrippe ist keine Verwahranstalt, sondern eine Einrichtung für die frühkindliche Bildung“. Das Krippenangebot richtet sich vor allem an Familien, in denen beide Eltern beruflich tätig sind sowie an alleinerziehende Mütter und Väter. „Diese Eltern sollen ihrer Arbeit nachgehen können in der Gewissheit, ihre Kinder sind in guten Händen“, so der Bürgermeister, der noch darauf hinwies, dass sich der Bedarf an Krippenplätzen in Bernau noch erhöhen wird. „Der Bund geht von einem durchschnittlichen Betreuungsbedarf für 35 Prozent der Kinder bis zu drei Jahren aus, jüngste Untersuchungen der Bertelsmann-Stiftung gehen sogar noch darüber hinaus. Für Bernau würde das bei ca. 160 Kindern etwa 55 Betreuungsplätze bedeuten, derzeit haben wir 27 Krippenplätze, wir liegen also weit unter den Prognosen“, sagte der Bürgermeister. Hinzu kommen – so Philipp Bernhofer- voraussichtlich auch zusätzliche Kinder von Flüchtlingen, so dass sich der Gemeinderat mit weiteren Krippen-Kapazitäten beschäftigen wird und sich dabei Unterstützung von Regierungsseite erhofft. Der Bürgermeister bedankte sich bei den vielen Beteiligten, unter anderem auch bei Kindergarten-Referenten Alexander Herkner und bei den vielen fleißigen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen des Sommerfestes beitrugen. Pfarrer Klaus Hofstetter nahm die Segnung der neuen Räumlichkeiten der Regenbogenzwergerl-Gruppe vor und alsdann erfreuten sich Groß und Klein an erfrischenden Getränken und Grillbrotzeiten.

Foto: Hötzelsperger – Eindrücke von der Einweihung der neuen Kinderkrippe im Kindergarten St. Laurentius in Bernau

Weitere Informationen: www.bernau-am-chiemsee.de

 

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg