Bayernpartei informierte zur Flüchtlingssituation

Rund 80 Bürger folgten der Einladung zu einem Infoabend zur derzeitigen Flüchtlingssituation, zu dem der Ortsverband der Bayernpartei in den Gasthof Bräu nach Tattenhausen eingeladen hatte. Besonders konnte der Ortsvorsitzende  Stephan Fröhlich Bürgermeister Bernd Feßler, Kreisrat Sepp Lausch und Bezirksrat Florian Weber begrüßen. Fröhlich betonte dass die Bayernpartei die einzige Partei gewesen sei, die bei der Diskussion im Kreistag zur Flüchtlingspolitik auch auf die Belange der einheimischen Bevölkerung eingegangen sei. Kreisrat Sepp Lausch wies darauf hin das er in zwei öffentlichen Sitzungen des Kreistages Landrat Berthaler eindringlich vor dem Containerstandort Tattenhausen/Thonbichl abgeraten habe, weil dies eine Quote von 20% Anteil von Asylbewerbern an der Bevölkerung in Tattenhausen bedeutet hätte und nannte die Zahl von 142 Flüchtlingen, die die Gemeinde bis 2017 unterbringen muss. Lausch warnte in seinem Referat vor einfacher Stimmungsmache, wer das Recht auf Asyl hat dem muss  auch geholfen werden. Genauso muss aber auch Asylmißbrauch verhindert und die Asylrechtsgebung, bzw. die Abschiebung vollzogen werden. Würde dies nicht geschehen, könnte die Stimmung in der Bevölkerung rasch kippen und dann könne auch denen nicht mehr geholfen werden, die wirkliche Kriegsflüchtlinge sind, so Sepp Lausch zum Schluss. Bezirksrat Florian Weber wies auf die Kostensituation für die Steuerzahler hin und betonte das ein Grundprinzip der Bayernpartei heiße: „Das Eigene stärken, nicht das Fremde verteufeln!“

Anschließend konnten die Bürger auch ihren Ärger über mangelnde Informationspolitik freien Lauf lassen und vielfältige Befürchtungen über die Zukunft Bayerns äußern.Besonders kritisch wurde auch die einseitige Zusammensetzung der Flüchtlingsstromes kritisiert, der teilweiseaus bis zu 90% junge Männer bestehe. Auch ein Beamter der Bundespolizei berichtete aus seinem beruflichen Alltag vom Umgang mit den Flüchtlingen, wobei er auf die Gefahr von eingeschleppten Krankheiten hinwies.  Aber auch zustimmende Stimmen zur Flüchtlingspolitik waren zu hören. Die ehrenamtliche Asylbetreuerin und Gemeinderätin Elfriede Strasser berichtete von positiven wie negativen Erfahrungen mit den Asylbewerbern. Unter der Diskussionsleitung von Sepp Lausch wurde über 2,5 Stunden sachlich und intensiv diskutiert, bevor Ortsvorsitzender Stephan Fröhlich nochmals an alle appellierte Ruhe zu bewahren und keinen Scharlatanen nachzulaufen. „ Wir Bayern sind hilfsbereit, lassen uns aber nicht gerne ausnutzen!“ so Fröhlich zum Schluss einer ruhig und positiven verlaufenen Infoveranstaltung zur Flüchtlingspolitik.

Andrea Aschauer

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