Am Grab von Franz Huber, Austragsbauer von Prien-Osternach

Ein Bauer mit Leib und Seele und auch ein Austragsbauer, so wie man ihn sich nur wünschen kann, war Franz Huber vom Ledererhof in Prien-Osternach. Franz Huber verstarb nunmehr nach kurzer Krankheit friedlich in seinem Zuhause und im Kreise seiner Familie im Alter von gut 90 Jahren. Beim Requiem in der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ in Prien erinnerte Kaplan Stefan Leitenbacher an das Leben von Franz Huber, der auf dem elterllichen Hof als zweiter Sohn zur Welt kam. „Eine prägende Zeit war die landwirtschaftliche Ausbildung auf dem Klostergut Mitterdort, dort musste er schon mit 14 Jahren schwere Arbeit verrichten, zugleich konnte er sich dabei eine Vielseitigkeit an Fähigkeiten aneignen“, so der Kaplan, der desweiteren ausführte: „Zum Ende der Kriegszeit wurde er noch eingezogen und kam in Italien in Gefangenschaft. Nach seiner Rückkehr war das Elternhaus nach einem Bombenangriff auf den nahen Priener Flugplatz abgebrannt. In fünf Jahren hat er den Hof wieder hergestellt“. 1951 heiratete Franz Huber seine Frau Anna, mit der er in diesem Jahr noch das Fest der Eisernen Hochzeit feiern durfte. Nach der Übergabe des Hofes an seinen Sohn war er bis zuletzt und auch noch im hohen Alter ein arbeits-aktiver Austragsbauer. Das Requiem in der Kirche gestaltete an der Orgel Sebastian Weyerer, dessen Familie mit der Huber-Familie innig und freundschaftlich verbunden war. Zum ergreifenden Schluss in der Kirche vor dem Gang zum Priener Friedhof spielte Sebastian Weyerer noch ein Südtiroler Lied.

Sterbefoto: Franz Huber – Foto: Hötzelsperger – Franz Huber in seiner guten Stube

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg