Am Grab von Ernst Wöhrer

– große Anteilnahme in St. Salvator für einen aktiven Vereinskameraden –

Bachham/St. Salvator (hö) – Im Alter von nur 64 Jahren verstarb nach schwerer Krebskrankheit und doch überraschend schnell Ernst Wöhrer aus Bachham. Seine große Beliebtheit innerhalb der Vereine und vieler Ortsvereine zeigte sich beim Requiem und bei der Beerdigung in St. Salvator.

Ruhestandspfarrer Klaus Wernberger erinnerte daran, dass Ernst Wöhrer nach seiner Schulzeit in Wildenwart den Beruf des Malers erlernte und als Meister den Betrieb von seinem Vater übernahm. 30 Jahre war Wöhrer im Kloster auf der Fraueninsel mit Maleraufgaben betraut, so der Geistliche, der den Verstorbenen auch als geselligen und aktiven Vereinskameraden bezeichnete. In diesem Sinne erinnerte am offenen Grab Sportfischerei-Vorsitzender Hans Axenböck daran, dass Ernst Wöhrer als Teichwart und Vorstandsmitglied wesentlich am Aufbau des Vereins mitgewirkt hat. „Unsere Fischerhütte ohne Ernst Wöhrer ist nur schwer vorstellbar“ – so der Vorsitzende. Die Feuerwehr von Atzing hat mit Ernst Wöhrer einen langjährigen Aktiven verloren. Wie Vorstand Andreas Riepertinger erinnerte, war Wöhrer lange Jahre aktiver Feuerwehrmann, der es bis zum Goldenen Leistungsabzeichen brachte und der sich auch noch als Kassier und für die Fahnenabordnung zur Verfügung stellte. Dem Trachtenverein „Daxenwinkler“ Atzing gehörte Ernst Wöhrer insgesamt 47 Jahre an. Wie Vorstand Anton Hötzelsperger in seinem Nachruf sagte war Ernst Wöhrer immer zur Stelle, wenn es beim Vereinsheim-Bau, bei Trachtenfesten oder zuletzt beim Waldfest-Jubiläum um handwerkliche Arbeiten ging. Auch dem Trachtenverein „Die lustigen Wildenwarter“ war Ernst Wöhrer seit 1980 treu verbunden und wie Christian Stoib für den Wildenwarter Trachtenverein sagte, war Wöhrer auch 1983 beim großen Trachtenfest als Mitglied der Küchenmannschaft aktiv. Namens des Veteranen- und Kriegervereins Wildenwart sowie der Soldaten- und Kriegerkameradschaft Prien –beiden Gemeinschaften gehörte Wöhrer an – bedankte sich Heinrich Rehberg aus Wildenwart mit einem Nachruf. Dabei erinnerte er daran, dass sich Wöhrer unmittelbar nach seinem in Traunstein abgeleisteten Wehrdienst den beiden Vereinen anschloss. Ein dreifacher Kanonensalut war eindrucksvolles Zeichen des Abschiednehmens von einem ehemaligen Soldaten und guten Kameraden. Die musikalische Gestaltung für die Trauerfeier in der Kirche für den dreifachen Vater und zweifachen Opa übernahmen Organist Rainer Schütz und Trompeter und Sänger Rupert Schmidhofer, auf dem Friedhof erklangen Weisen von Wildenwarter Blasmusikanten. Insgesamt ehrten sieben Fahnenabordnungen den Verstorbenen und sie zeugten von dessen aktiver Mitgliedschaft bei der Feuerwehr Atzing, bei den Trachtenvereinen Atzing und Wildenwart, beim Rauchclub Wildenwart, bei den Veteranen in Prien und Wildenwart sowie beim Hufeisenverein Kaltenbach.

Sterbefoto: Ernst Wöhrer

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg