88. Gautrachtenfest des Oberen Lechgau-Verbandes in Hopfen

Hopfen / mk / Zum Gaufestauftakt füllten viele Besucher das Zelt zum Allgäuer Brauchtumsabend beim Tag der Nachbarschaft mit den umliegenden Musikkapellen und Trachtenvereinen anlässlich des 80jährigen Gründungsjubiläums des Festvereins Burg Hopfen mit Ansager Käs Karl aus Hopferau und erlebten eine kurzweiligen geselligen Abend.

Gauheimatabend

Mit dem Eröffnungsmarsch der Festkapelle Hopfen begann der Gauheimatabend, zu dem Josef Eggensberger, der 1. Vorstand des Trachtenvereins Burg Hopfen die Schirmherrin und Landrätin des Landkreises Ostallgäu Maria Rita Zinnecker, den Bürgermeister der Stadt Füssen Paul Iakob sowie viele Besucher aus Nah und Fern, Ehrengäste aus den Nachbargauen, vom Bayerischen Trachtenverband und die Vertreter der Politik im voll besetzten Zelt mit einem Gedicht begrüßte und hieß sie alle in Hopfen willkommen. Als Schirmherrin appellierte Maria Rita Zinnecker an alle für den Erhalt der schönen Heimat in der wir leben dürfen einzutreten, denn „Niemand weiß wohin er geht, wenn er nicht weiß, woher er kommt“. Trachtler haben Heimat in der Pflege von Brauchtum und Traditionen. Es ist eine Freude, dass es so viele lebendige Vereine in der Region gibt, die sich für diese Werte einsetzen und die Jugend fördern, damit die Heimatpflege weiterlebt. Mit einem Geschenk gratulierte sie dem Festverein zum 80. Geburtstag und wünschte schöne Festtage in Hopfen. Das Gautrachtenfest – ein Großereignis – findet zum dritten Mal in Hopfen am See statt, so begann 1. Gauvorstand Walter Sirch vom Oberen Lechgau-Verband, welches nur durch viele ehernamtliche Stunden und den Idealismus aller Helfer möglich wurde. Die bürokratischen Hürden für jeden Veranstalter sind groß, jedoch sind diese Feste aber wichtig. Es lebt die Tracht in der Gemeinschaft beim kameradschaftlichen Zusammenkommen. Mit Blick auf ein schönes buntes Bild im voll besetzten Zelt dankte er Josef Eggensberger mit dem Trachtenverein Burg Hopfen, der Musikkapelle Hopfen unter der Leitung von Andreas Eggensberg sowie der ganzen Dorfgemeinschaft Hopfen für die Organisation dieses Festes. Durch das abwechslungsreiche Programm des Gauheimatabends, das mit dem Auftanz vom Festverein Burg Hopfen begann führte 1. Gauvorplattler Martin Kreuzer. Verschiedene Schuhplattler, Reigen- und Volkstänze wurden von den 602 Mitwirkenden der 23 Gauvereine gezeigt, die abschlossen mit dem Kronentanz des Patenvereins D’ Schloßbergler Hopferau.

Festsonntag

An diesem herrlichen Sonntagmorgen versammelten sich bei weiß-blauem Himmel schon zum Kirchzug viele Trachtlerinnen und Trachtler, darunter Max Bertl der 1. Landesvorsitzende des Bayerischen Trachtenverbandes und viele Ehrengäste, mit den Musikkapellen Hopfen und Rieden um gemeinsam Gottesdienst im Musikpavillon in Hopfen am Seeufer zu feiern. Füssens Stadtpfarrer Frank Deuring sprach in seiner Predigt von Traditionen, die gewahrt werden müssen in dieser schnelllebigen Zeit. Die Werte Brauchtum und Tradition dürfen nicht verloren gehen. Sie müssen immer wieder neu entdeckt und mit Leben gefüllt werden, dann sind sie der Halt der Gemeinschaft. Nach dem Gottesdienst wurde ein Kranz für alle Verstorbenen niedergelegt und derer gedacht. Im Anschluss zog die große Kirchengemeinde zurück zum Festzelt zum Frühschoppen mit der Musikkapelle Rieden und den Auftritten der umliegenden Jugendgruppen. Bei strahlendem Himmel formierte sich am Nachmittag ein farbenfroher Festzug mit 4.343 Zugteilnehmern in 71 Zugnummern, der sich entlang des Hopfensees auf der Uferstraße bewegte. Viel Musik war geboten mit 30 Musikkapellen und vier Trommlerzügen. Abwechslung brachten die Ehrenkutschen und zwölf Festwägen, deren bis ins Detail gestaltete Motive St. Florian, die Fischerei, das Kurwesen, alte Handwerke, Kreuz/Kapellen etc. darstellten. Die Musikkapellen Hopfen und Hopferau spielten zu den Ehrentänzen im Zelt und auf der Freibühne bei herrlichem Gaufestwetter. Der Weitpreis für die weiteste Anreise ging an D’Hochsträßler Oberreute vom Allgäuer Gauverband. Die Meistpreise außer Gau holten sich mit 117 Zugteilnehmern Alpenrose Peiting nur knapp vor D’ Schloßbergler Schongau mit 114 Personen (beide Vereine vom Lechgau). Die Meistpreise im Gau gingen an D’Lechgauer Prem mit 197 Trachtlerinnen und Trachtlern und Hochplatte Buching mit 180 Teilnehmern. 177 zählten D’Lobachtaler Seeg, 173 D’Älpler Trauchgau und 160 D’Schloßbergler Hopferau. Einen Sonderpreis überreichten die Hopfener an die Trachtengruppe aus Elbigenalp im Außerfern in Tirol sowie Geschenke an die Schirmherrin Maria Rita Zinnecker und die Nachbarvereine Hopferau und Rieden. Zur Unterhaltung spielte im Zelt dann S’Fünfar Gschpann und mit den Klängen von Blech und Schwefel klangen die schönen Hopfener Gaufesttage aus.

 

Andrea Aschauer

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