Spatenstich an der 2093

Frasdorf (reh) „Gottes Segen auf allen Wegen“, wünschte Staatssekretär Gerhard Eck allen, die künftig diese Straße 2093 zwischen Frasdorf und Wildenwart benutzen werden. „Die Menschen wünschen sich Mobilität, wünschen sich damit ein Stück Lebensqualität, dazu brauchen wir funktionierende Straßen, brauchen wir Verkehrsachsen. Diese Straße wird dazu beitragen, 3,3 Millionen Euro fließen in den Neubau dieser rund 2,5 Kilometer. Die Investition war dringend notwendig und stellt einen erneuten Beitrag des Freistaats für die Weiterentwicklung des ländlichen Raums dar“. Staatssekretär Eck bedankte sich bei allen Grundanliegern, die Grund und Boden für die Verwirklichung des Vorhabens zur Verfügung gestellte haben. Zahlreiche Mandatsträger aller Ebenen und Behördenleiter aus der Region begrüßte der Leiter Straßenbau des Staatlichen Bauamtes Rosenheim Christian Rehm mitten in der Baustelle der S2093 zum ersten Spatenstich an der Neubaustrecke, unter ihnen MdL Klaus Stöttner, der sich seit über zehn Jahren vehement für den Bau der maroden Strecke zwischen Frasdorf und Wildenwart engesetzt hatte. Symbolisch wurden gleich sieben Spaten in die Erde gerammt und mit viel Schwung ein paar Schaufeln voll umgegraben, ernsthafte Schäden entstanden nicht. Die Staatsstraße 2093 zwischen Frasdorf und Wildenwart ist in einem sehr schlechten Zustand und weist Verdrückungen, Risse und Spurrillen auf, so Christian Rehm. Auch der Ausbauzustand der Straße entspricht nicht mehr den Erfordernissen des heutigen Straßenverkehrs. Die Ausbaustrecke ist rund 2,5 Kilometer lang. Im Zuge des Ausbaus wird die bestehende Fahrbahn durchgehend auf 6,5 Meter verbreitert, sowie mehrere Kurven und Kuppen abgeflacht. Parallel zur Staatsstraße wird auf gesamter Länge ein Geh- und Radweg mit 2,5 Meter Breite angelegt. Die Arbeiten führt die Firma HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft aus Perg in Österreich aus. Landrat Wolfgang Berthaler bedankte sich für die großzügige Unterstützung des Kreises und der Kommunen durch den Staat hier beim Bau der S2093 aber auch auf allen anderen Gebieten und verwies darauf, dass die Menschen an den Straßen mit dem Verkehr leben können müssen. Politik Planer und Straßenbauer hätten dazu die optimalen Voraussetzungen zu schaffen. Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller erzählte in ihrem Grußwort vom wechselhaften Schicksal der alten Straße zwischen Frasdorf und Wildenwart. Beinahe wäre die Strecke in den 60-er Jahren ganz groß als Olympiastraße zur Erschließung des vorgesehenen Olympischen Segelreviers am Chiemsee ausgebaut worden, aber dann versanken diese Pläne für alle Zeiten in den Schubladen. Seither seien jahrzehntelang nur noch die allernotwendigsten Flickarbeiten durchgeführt worden, es habe für einen Vollausbau immer wieder am Geld gefehlt oder andere Projekte in der Region seien dringlicher gewesen. Die Schlaglochpiste wurde als schlechteste Wegstrecke in Bayern mit dem „Schlaglochoskar“ ausgezeichnet. Erst als vor mittlerweile sechs Jahren das Bayerische Fernsehen mit „Jetzt red i“ nach Frasdorf gekommen sei, kam Bewegung in die Neubaupläne. „Die Bagger rollen 2011“, versprach der damalige Staatssekretär Bernd Weiß in der Fernsehsendung. „Der Ausbau ist in der ersten Dringlichkeitsstufe. Wir machen das, wir sind dran“ Alles hänge jetzt daran, wie schnell man sich mit den Grundstückseigentümern an der Straße einig werde und inwieweit Umweltschutzgründe mit hinein spielen. Wenn auch die Bagger nicht gleich rollten und zuerst die planerischen Traumvorstellungen der Realität angepasst werden mussten: jetzt war die neue Straße nicht mehr aufzuhalten. Neben dem Wollen der Bevölkerung und dem politischen Willen war jetzt auch das notwendige Geld da. Es pressierte. So kam es zu einer neuen, der jetzigen Planung. Mit dieser neuen abgespeckten Planung, die sich wieder dem bestehenden Gelände anpasst, kann nun eine Straße für die Menschen der Region entstehen. Ein kombinierter Geh- und Fahrradweg läuft die gesamte Strecke an der Westseite der neuen Fahrbahn, es war der Gemeinde Frasdorf eine Herzensangelegenheit, dass dieser Radweg entstehen wird.

Andrea Aschauer

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