25. Gautrachtenwallfahrt zum Gegeißelten Heiland auf der Wies

Wies / mk / Am Pfingstmontag folgten wieder etwa 500 Trachtlerinnen und Trachtler des Oberen Lechgau-Verbandes der Einladung zur 25. Gautrachtenwallfahrt in die Wies. Viele Teilnehmer ließen es sich zur Jubiläumswallfahrt nicht nehmen die Wegstrecke wieder von den Heimatorten, zum Teil ab 1 Uhr nachts, zu Fuß zurückzulegen. An der Landvolkshochschule Wies formierte sich mit Kreuz, der Wallfahrtsstange – heuer getragen von Josef Eggensberger dem 1. Vorstand des diesjährigen Gaufestvereins Burg Hopfen aus Hopfen am See, der Gaustandarte, den Ehrengästen, Fahnenabordnungen, Monsignore Gottfried Fellner und einem langen Wallfahrtszug Trachtlerinnen und Trachtler der Gauvereine die betend und singend das restliche Stück Weg gemeinsam zurücklegten. Bei einer Statio beim Wallfahrtskreuz segnete Wiespfarrer Fellner das zur diesjährigen Wallfahrt restaurierte Kreuz mit der gefassten Christusfigur. Das Kreuz hat für viele Menschen eine ganz besondere Bedeutung und wird gleichermaßen verehrt.

Zu Beginn des Wallfahrtsgottesdienstes sprach 1. Gauvorstand Walter Sirch stellvertretend für alle Wallfahrtsteilnehmer ein Gebet, denn ein jeder kommt mit einem Anliegen zum Gegeißelten Heiland. Wiespfarrer Fellner berichtete von der Wallfahrt als einem traditionellen Fest, das mit einem feierlichen Gottesdienst gefeiert wird.

Eine besondere Freude war es Weihbischof Florian Wörner bei der diesjährigen Trachtenwallfahrt in die Wies dabei zu sein, bei der traditionelle Werte im Mittelpunkt stehen, die eng mit Jesus Christus – ganz besonders in der Wies – verknüpft sind. Er stellte die vier Elemente Erde und Luft, sowie Wasser und Feuer in die Mitte, wobei jedes Element eine Säule im Leben bildet und den Menschen Kraft gibt. Und „Wo sind wir in unserem Element und wo fühlen wir uns wohl?“ Für Trachtler ist dies ganz klar die Brauchtums- und Trachtenpflege die in den Mittelpunkt rücken und dabei geht vielen das Herz auf, ja sogar auch einem Weihbischof. Traditionen geben Halt und so kommen seit 25 Jahren die Trachtlerinnen und Trachtler Jahr für Jahr zum Gegeißelten Heiland in die Wies und das ist gut so. Zum Dank dafür stiftete der Obere Lechgau-Verband eine Kerze, die Weihbischof Wörner beim Gottesdienst segnete. Den musikalischen Beitrag zur feierlichen Gestaltung des Wallfahrtsgottesdienstes übernahmen das Hopfener Burgtrio und die Familie Brenner aus Hopfen sowie der Sulzschneider Viergesang. Zur anschließenden Einkehr beim Gartenfest der Oberlandler Wies waren alle Wallfahrer eingeladen.

Andrea Aschauer

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