20 Jahre Kurgast-Freundschaft in Prien – Treffen mit Erinnerungen

Prien (hö) – In der Regel dauern Aufenthalte in Oberbayerns einzigem Luft- und Kneipp-Kurort Prien a. Chiemsee bei Kur- und Reha-Maßnahmen drei Wochen. Vor 20 Jahren gab es die Kuren noch für vier Wochen. Dass sich in dieser Zeit Freundschaften schließen lassen, das hat sich dieser Tage in Prien gezeigt, als eine neunköpfige, aus dem gesamten Bundesgebiet angereiste Kur-Truppe der besonderen Art zum 20. Mal wieder traf – und ein wenig zurückschaute.

Vor 20 Jahren waren Rosemarie und Adolf, Waltraud und Fred, Elli und Sigi, Elke und Gerhard, Margit und Dieter sowie Rosemarie und Wolfgang erstmals zusammengekommen, da zumindest ein Teil der Ehepaare im Kronprinz zur Kur war. Damals waren unter den Kurgästen noch viele Mitarbeiter der Bundeswehr. Vor 20 Jahren war die Kurklinik Kronprinz noch zum Teil im Besitz der Gemeinde Prien, heute gehört der „Kronprinz“ der Medical-Park-Gruppe an. Aber das ist für die „Kronprinz-Kurschatten-1995-Gruppe“ nicht so von Bedeutung. Viel wichtiger ist ihnen, dass sie die vor 20 Jahren geschlossenen Freundschaften weiter aufrecht erhalten können. Wolfgang Nissen aus Neumünster ganz oben im hohen Norden der Republik hat das Treffen in Prien organisiert, bereits vor 10 Jahren waren sie ebenfalls hier. Zwischendurch wird alle Jahre bei einem der Mitglieder der Freundschaftsrunde ein Besuchs- und Besichtigungs-Programm ausgemacht. „Auf diese Weise haben wir schon sehr viel Schönes und Seltenes in unserem Land erlebt“, so Wolfgang Nissen. Dem stimmen die Anderen beipflichtend zu, indem sie ihre Gastgeber- und Reiseerlebnisse erzählen. Die Loreley, der Nürburging bei Regen, die Wartburg und Kutschfahrten in Thüringen, Rügen, die Bundesgartenschau in Koblenz, das BMW-Werk und der Nepal-Park in Niederbayern und eine U-Boot-Besichtigung in norddeutschen Gewässern sind nur einige Beispiele. Auf Prien angesprochen berichten sie übereinstimmend und spontan von der Freundlichkeit in den Geschäften, Restaurants und Übernachtungsbetrieben (das heurige Jubiläums-Treffen fand im Hotel Neuer am See statt) und vom charmanten Charakter, den sich Prien erhalten hat. Lebendig wird die Diskussion, wenn es um das Priener Bahnhofs-Umfeld geht, da fallen als positive Veränderungen das neue Cafe vor dem Bahnhof und die inzwischen für Priener schon selbstverständliche Bahnhofstraße auf. Noch weiter als auf die letzten 20 Jahre schaute Rosemarie Diestel, geborene Papel zurück. Mit ihren Eltern war sie über 50 Jahre auf dem Bauernhof der Familie Rauch in Mupferting als Feriengast dort. „Zu Fuß ging es dann zum Baden zum Chiemsee und mit der Vermieter-Familie entstanden bis heute bestehende freundschaftliche Verbindungen“ – so Rosemarie Diestel aus Neumünster. Das Programm für den viertägigen Aufenthalt in Prien ist locker. „Wir wollen keinen Zeitdruck und Zeit für uns haben, dennoch unternehmen wir je nach Wetter und Laune etwas“  – so Elke Spörer, die bereits viermal in Heringen-Kleinensee ihre Kur-Freunde zu Gast hatte und 2016 wieder an der Reihe ist. „Dann werden wir, weil wir direkt an der hessisch-thüringischen Grenze sind, einen besonderen Blick auf die nunmehr 25 Jahre seit der innerdeutschen Grenzöffnung richten“. Das eigene Jubiläum der 25jährigen Priener Kur-Freundschaft das soll wieder in Prien gefeiert werden. Siegmar Stenner, Stadtrat von Mayen bringt es mit kurzen Worten auf den Punkt als er sagte: „In Prien fühlen wir uns immer wieder wohl“.

Weitere Information: Siegmar Stenner, Tel. 0171-2128702

Andrea Aschauer

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