110. Gründungsjubiläum beim Trachtenverein D´Hochlandler Söllhuben

Bilderbuch-Festtag beim Trachtenverein „D´Hochlandler“ in Söllhuben zum 110. Vereins-Geburtstag: Höhepunkt der Festwoche und des Festsonntags war ein Gottesdienst auf dem Hochfeld über Söllhuben und die Weihe einer neuen Fahne. Alsdann zog die große Trachtlerschar durch das Dorf und ins Festzelt und auch dort erfreuten sie sich an einem farbenprächtigen Gemeinschaftserelebnis.

Den Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Claus Kebinger vom Pfarrverband Riedering mit Geistlichem Rat und Pfarrer i. R. Herbert Zimmermann sowie mit Gemeindereferent Tobias Gaiser. Die musikalische Gestaltung übernahmen die Festmusikkapelle Wildenwart sowie die Mitglieder der Kirchenchöre von Wildenwart und Söllhuben unter der Gesamtleitung von Wolfgang Kink. „Ein freudiger Anlass an einem wunderschönen Ort hat uns heute zusammengeführt, um für die Verstorbenen und für eine lebendige Trachtler-Gemeinschaft zu beten“, so Pfarrer Kebinger. In der Predigt wechselte er sich mit Tobias Gaiser in den verschiedenen Betrachtungen ab. „Ohne Gemeinschaft kann kein Verein bestehen und ohne Toleranz gibt es keine Gemeinschaft, denn ohne Toleranz wären wir ein fader Haufen“, sagten die Geistlichen. Die Segnung der neuen Fahne (die erste Fahne wurde 1923 geweiht) wurde in die Mitte des Gottesdienstes gestellt. Fahnenbänder mit Prologen übergaben Fahnenmutter Barbara Winkler und Fahnenbraut Maria Schmid, für die Festjungfrauen und Aktiven trat Maria Rothmayer vor das Mikrofon, des Trauerband kam von Susi Stocker und das Band für den Patenverein „Die lustigen Wildenwarter“ überreichte Monika Ruhsamer. Die Wildenwarter ihrerseits dankten für die Übertragung der Göd-Aufgabe mit einem Erinnerungsband, das Martina Huber übergab.

Nach dem Gottesdienst dankte Schirmherr und Bürgermeister Josef Häusler dem Festverein und den vielen Kräften, die zum Gelingen des großen Festtags beitrugen. „1923 als die erste Fahne geweiht wurde standen wir kurz vor der Währungsreform, damals kostete die Maß Bier 2.200 Mark“ – so der Bürgermeister. Michael Hauser als stellvertretender Vorstand vom Gauverband I lobte die Söllhubener Trachtler ob ihres Leitgedankens „Vo Jung und Oid –vo friara bis heid, des werde g´feiert und zwar gscheid“ und für deren Umsetzung mit gesundem Ehrgeiz und mit Demut. Die Bayernhymne beendete die Feierlichkeiten bei der Kapelle oberhalb von Söllhuben mit der prächtigen Linde, die vor 110 Jahren zur Gründung des Trachtenvereins gepflanzt worden ist. Anschließend setzte sich der Festzug in Bewegung, viele Blaskapellen, Pferde und Festwägen gaben dem Zug ein besonderes Bild. „So ist Bayern wie es lebt und fröhlich ist und so ist es gut“, so stellvertretende Landrätin Marianne Loferer.
Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke vom Trachtenfest in Söllhuben

Weitere Informationen: www.trachtenverein-soellhuben.de

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg