Zweite Antragsrunde für EU-Milchprogramm startet

Am kommenden Freitag (30. September) startet eine zweite Antragsrunde für das EU-Programm zur Verringerung der Milchmenge. Wie das Landwirtschaftsministerium in München mitteilte, können daran alle Kuhmilcherzeuger teilnehmen, die bei der ersten Runde nicht zum Zug gekommen sind und die ihre Milchmenge im Zeitraum von November 2016 bis Januar 2017 verringern wollen.

Voraussetzung ist, dass die Landwirte im Bezugszeitraum des Vorjahrs (November 2015 bis Januar 2016) sowie im Juli 2016 an sogenannte Erstkäufer wie Molkereien, Händler oder Erzeugerorganisationen geliefert haben. Für jedes im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verringerte Kilo erhalten die Bauern eine Beihilfe von 14 Cent. Die Antragsfrist endet am Mittwoch, 12. Oktober, 12 Uhr. Das Ministerium weist vorsorglich darauf hin, dass Brüssel bei einer Überzeichnung des EU-Budgets eine Kürzung der Verringerungsmengen durch einen Koeffizienten vornehmen will.
Mit dem Programm, für das die EU insgesamt 150 Millionen Euro bereitgestellt hat, sollen die Milcherzeuger zu einer freiwilligen Verringerung der Produktion animiert und so der Markt entlastet werden. Eine zweite Antragsrunde hatte Brüssel eröffnet, weil die vorgesehene Reduzierungsmenge von europaweit 1,07 Millionen Tonnen noch nicht ganz ausgeschöpft ist. In Bayern war das Programm schon in der ersten Runde auf großes Interesse gestoßen: Rund 3 400 bayerische Milchbauern haben Anträge gestellt, mehr als in allen anderen Bundesländern.
Detailinformationen zu Programm, Teilnahmebedingungen und Auszahlungsmodalitäten sowie wichtige Kontaktdaten gibt es im Internet unter www.landwirtschaft.bayern.de/mrp.

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg