„Zukunft der Dörfer“ – Rosenheimer Anregungen auf ZLF in München

„Die Zukunft ist etwas, was meistens schon da ist, bevor wir damit rechnen“ – mit diesem Zitat eröffneten zum Abschluss des Zentralen Landwirtschaftsfestes in München Landesvorsitzender Adolf Dinglreiter vom Bayernbund und Sebastian Friesinger von der Initiative „LebensQualität durch Nähe“ einen Impuls-Vortrag in der Halle des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums.

Die beiden Rosenheimer Referenten machten darauf aufmerksam, dass aufgrund des demographischen Wandels zukünftig lebendige Dörfer noch mehr denn je benötigt werden. „Dörfer, die attraktive und zukunftsfähige Standorte für den gewerblichen Mittelstand und für Dienstleistungen sind“, so Adolf Dinglreiter und Sebastian Friesinger ergänzte mit der Aussage: „Wir brauchen Dörfer, in denen lebensfähige bäuerliche Betriebe auch im Zu- und Nebenerwerb gesunde Ernährung sicherstellen und die Kulturlandschaft für Erholung suchende Bürger erhalten“. Weitere Kennzeichen lebendiger Dörfer sind nach den Ausführungen von Dinglreiter und Friesinger eine aktive Bürgergesellschaft, ehrenamtliches Engagement, Werte und Regeln des Zusammenlebens, aktive Kultur-, Traditions- und Brauchtumspflege, Urlaub auf dem Bauernhof, Schulen als Bildungsstätten und als Kulturträger sowie Kirchen als Kristallisationspunkte des geistigen und kulturellen Lebens einer Gemeinde. Anhand vieler Beispiele, wie dem Sozialwerk Stephanskirchen, das 1969 aus einer Bürgerinitiative gegründet und zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen geworden ist, der Aktion „Nimm´s Regional“ vom Verein zur Regionalentwicklung in Rosenheim (RegRo) oder der Direktvermarkter-App „Frisch vom Hof“ der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Stadt und Landkreis Rosenheim erläuterten die Referenten die Aufgaben der Zukunft. Hierzu gehören die Förderung der regionalen Kreisläufe, die Bildung örtlicher und überörtlicher Netzwerke sowie die Stärkung von Gewerbe, Handel und Tourismus.

Foto: Hötzelsperger – Bayernbund-Landesvorsitzender Adolf Dinglreiter (li.) sowie Bezirksrat und RegRo-Vorsitzender Sebastian Friesinger bei ihrem Vortrag über die Zukunft der Dörfer beim ZLF in München

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg