WM-Eröffnung mit Schuhplattlern vor 10 Jahren – Teilnehmertreffen in Hittenkirchen

DAMALS – die dabei waren, erinnern sich noch heute gerne an das große Ereignis. „Wir sind stolz, wenn wir von diesem Erlebnis unseren Kindern und Kindes-Kindern noch erzählen dürfen“, so Sepp Lausch, der sich führend für die Beteiligung der Trachtler bei der Eröffnung der Fußball-WM 2006 in München einsetzte.Deutschland begrüßte den Rest der Welt mit Schuhplattlern

Bei der Eröffnungs-Feier der Fußball-WM in München am 9. Juni 2006 waren durch den Auftritt von 150 Schuhplattlern und 50 Trachten-Deandln die Bräuche und Trachten aus Bayern auf der ganzen Welt zu sehen. 60 Tsd. Zuschauer im Stadion standen auf, als die Schuhplattler zum Platteln anfingen. Vor den Fernsehern zu Hause verfolgten geschätzte 2 Mrd. Zuschauer die Auftritte der Trachtler. Die Atmosphäre während des Auftritts der Trachtler war „gigantisch“.

Zum Treffen aus Anlass „zehn Jahre nach der WM-Eröffnung“ luden Florian Vief, Jürgen Wiedl und Hildegard Kallmaier in das Trachtenheim Hittenkirchen ein. Die ehemaligen Teilnehmer konnten sich bei vielen schönen Erinnerungen an das damalige „Großereignis“ austauschen. Zu den gemeinsamen Schuhplattlern und Volkstänzen beim „Nachtreffen“ spielte die Bockstoa-Musi auf.

Zwischendurch erinnerte Sepp Lausch an viele Gegebenheiten in der Vorbereitungszeit sowie beim Auftritt während der WM-Eröffnung und „danach“. Die Aufzeichnungen des ZDF, ORF und von „QUER“ konnten die Trachtler auf Großleinwand verfolgen.

Rückblick auf die Eröffnungsfeier der Fußball-WM 2006

Sepp Lausch, seinerzeit Vorplattler im Bayerischen Trachtenverband, setzte sich sofort für die Beteiligung der Trachtler ein, nach dem bekannt war, dass die Eröffnungsfeier in München sein wird. Der erste Schritt war die Vorstellung der Trachtler beim Kurator der Fußball WM 2006, André Heller, in Wien. Dass der Auftritt von Christian Stückl, dem Intendanten des Münchner Volkstheaters, choreografisch umgesetzt wurde, kam den Trachtlern zu Gute. Für die musikalische Begleitung mit dem Maxglaner Zigeunermarsch sorgten die „jungen Riederinger“.

Von vielen mehr und auch weniger schönen Begebenheiten in der Vorbereitungs- und Probenzeit konnte Sepp Lausch berichten. So gab es z. B. eine „Vorauswahl“ der Teilnehmer und jeder Teilnehmer musste ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Die Nervenanspannung um gutes Wetter war ebenso groß wie wegen diveser Diskussionen. Es gab Widersprüche um die Traditionen der Trachtler und dem Übergang zur Moderne bei der WM-Eröffnungsfeier. Außerdem musste das Programm streng geheim gehalten werden und es durfte kein Teilnehmer etwas nach außen dringen lassen. Walter Weinzierl achtete mit einem wachen Auge für die Trachtler auf die „Rahmenbedingungen“.

Einheitliche Trachten für die Deandl

Dass die Deandl mit ihrem Mieder und Schnürkette teilnehmen durften, konnte letztendlich durchgesetzt werden. Sie mussten allerdings innerhalb vier Wochen mit gleichen Trachten eingekleidet werden. Diesen Marathon bewältigten Hilde Dufter und Irmi Schützinger und schneiderten Röcke, Schürzen und Tücher. Monika Hagenreiner kam zum 10-jährigen Treffen in ihrer WM-Tracht.

Die bayerischen Traditionen,

die weltweit das deutsche Land maßgeblich prägen,

waren ein großer Teil der Eröffnungsshow WM 2006

Bericht und Bilder: Anna Felbermeir

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg