Wirtschaftswunder-Ausstellung nur noch bis 3. Oktober

Nur noch bis Sonntag, 3. April geöffnet: Wanderausstellung „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder“ geht nach sechs Jahren Laufzeit und insgesamt knapp 95.000 Besuchern in Lindenberg im Allgäu zu Ende. Das Deutsche Hutmuseum Lindenberg erlebte in den vergangenen Monaten eine Wiederkehr der Zeit von Trümmernot und Petticoat, von Nierentisch und Care-Paket. Mit ausge­wählten Highlights spannte die Schau des Hauses der Bayerischen Geschichte den Bogen von den Ent­behrungen der Nachkriegszeit bis zum neuen Wohl­stand der 1950er Jahre. Nur noch bis Sonntag, den 03. April, ist „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder“ zu sehen. Allein auf ihrer letzten Station im Allgäu begeisterte die Wanderausstellung bislang über 7.000 Besucher.  Ausstellung tourt seit 2010 durch Bayern – 15 Standorte und knapp 95.000 BesucherDie Bayerische Landesausstellung „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder“ zog 2009 in Würzburg über 365.000 Besucher in ihren Bann. Seit 2010 wanderte die verkleinerte Version durch die bayerischen Regierungsbezirke und gastierte zuletzt vom 29. Oktober 2015 bis 3. April 2016 im Deutschen Hutmuseum in Lindenberg im Allgäu. Zuvor war sie schon zwei Mal in München (Bayerischer Landtag sowie Oberste Baubehörde), Bayreuth, Coburg, Nürnberg, Regensburg, Landshut, Augsburg, Fürth, Weiden, Kaufbeuren-Neugablonz, Dachau, Straubing und Amberg zu sehen.Nun wandern die Exponate ins Depot des Hauses der Bayerischen Geschichte zurück und „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder“ geht nach 15 Standorten und knapp 95.000 Besuchern, darunter mehr als 200 Schulklassen, zu Ende.

Wanderausstellung als Kontaktplattform für neue Exponate

Neben dem großen Besuchererfolg konnten durch die Wanderausstellung „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder“ auch zahlreiche Kontakte mit Bürgerinnen und Bürgern geknüpft werden, die dem Haus der Bayerischen Geschichte einzigartige Erinnerungsstücke aus dem 20. Jahrhundert überlassen haben. Die thematische Bandbreite reichte dabei vom Ersten Weltkrieg über die 1950er Jahre bis hin zu den Olympischen Spielen 1972. Alle diese Objekte erzählen eine persönliche Geschichte , sei es das Sommerkleid aus Fallschirmseide aus der unmittelbaren Nachkriegszeit, der selbstgebaute Koffer aus der Kriegsgefangenschaft, das liebevoll gestaltete Kartenspiel, welches Flucht und Vertreibung überstand oder das Olympia-Dirndl von 1972. Diese Exponate sollen ihren dauerhaften Platz im Museum der Bayerischen Geschichte finden, das 2018 in Regensburg eröffnen wird.

Zusatzangebote zur Wanderausstellung

Die Wanderausstellung „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder“ wird ergänzt durch mediale und didaktische Angebote. Im digitalen Wiederaufbauatlas Bayern können auch nach Ausstellungsende detaillierte Infos zur Geschichte vie­ler bayerischer Städte – darunter auch Lindenberg im Allgäu – recherchiert werden: http://www.hdbg.de/wiederaufbau/bayern-nach-1945

Das Haus der Bayerischen Geschichte stellt für Schulen auch eine Tafelausstellung im Rahmen des Projekts „Geschichte frei Haus“ bereit:

http://www.hdbg.de/gfh/geschichte-frei-haus_themen_wiederaufbau.php

Urlaub_Käfer

Mit dem Käfer nach Italien: Diesen Traum konnten sich viele Deutsche erst ab den späten fünfziger oder gar erst ab den sechziger Jahren erfüllen. Hier macht eine Nürnberger Familie Ende der 1950er Jahre auf dem Weg nach Italien Halt, um einen Blumenstrauß zu pflücken.

© Foto: Lorz / Haus der Bayerischen Geschichte

Verwendung nur im Rahmen der Berichterstattung zur Wanderausstellung „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder“.

Abdruck honorarfrei, Beleg erbeten (Haus der Bayerischen Geschichte, Postfach 101751, 86007 Augsburg)

Wanderausstellung „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder“

Deutsches Hutmuseum Lindenberg

Museumsplatz 1 (ehemals Hauptstr. 21), 88161 Lindenberg im Allgäu

  1. Oktober 2015 bis 3. April 2016

Dienstag bis Sonntag 9:30 bis 17 Uhr

geschlossen: Heiliger Abend (24.12.2015), 1. Weihnachtsfeiertag (25.12.2015), Sylvester (31.12.2015), Neujahr (01.01.2016), Faschingsdienstag (09.02.2016)

 

 

 

Anton Hötzelsperger

Nachrichten

Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg