Volkstanz für und mit Flüchtlingskindern in Windischbergerdorf beim Bayer. Waldgau

In der Pfarrei Windischbergerdorf sind ca. 40 Asylanten im ehemaligen „Rauchfang“ untergebracht. Ein privater Hauseigentümer hat sein Gebäude der Regierung der Oberpfalz vermietet. Die dort einquartierten Familien bestehen aus verschiedenen Nationalitäten. Im Stillen ist ein kleines „Netzwerk Asylanten“ in Windischbergerdorf entstanden. Ohne großes Aufsehen haben sich Personen zur Verfügung gestellt und pflegen Kontakt mit den Bewohnern. Dazu gehören die Verantwortlichen der Grundschule und des Kindergartens. Auf rein freiwilliger und ehrenamtlicher Basis erteilen Frauen Deutschunterricht und dies mit recht gutem Erfolg. Die Fortschritte sind enorm. Die örtlichen Stadträte suchten von Anfang an Kontakt und nahmen sich der vielen kleinen Anliegen an. Einige Kinder sind bereits im Sportverein integriert. Viele Kontakte werden von den Nachbarn des „Rauchfang“ gepflegt.  Eine besondere Aktion startete man Anfang Februar. Der Pfarrgemeinderat mit Pater Joseph Kunniparampil und Sprecher Roland Hiebl haben die Asylanten zu einem „Kennenlernnachmittag“ in das Pfarrheim eingeladen. Die Mitglieder des Pfarrgemeinderats sorgten für die Verpflegung.  Einen besonderen Akzent setzte Stefan Raab mit der Kinder- bzw. Jugendgruppe des Trachtenvereins. Nach der Begrüßung durch Pater Joseph Kunniparampil und Stadtrat Klaus Hofbauer wurden auf unkomplizierte Art Kontakte geknüpft. Die Jugendtanzgruppe des Trachtenvereins „Buchbergler“ führte heimische Tänze vor. Es blieb nicht aus, dass die Kinder des „Heimes“ mit in die Tänze einbezogen wurden. Spontan wurde mit allen Kindern ein gemeinsamer Tanz („Hölldeifi“) durchgeführt. Kinder aus der Ukraine sangen Lieder aus ihrer Heimat. Diese werden traditionell an Weihnachten dargeboten. Die Kinder ziehen in ihren Heimatortschaften von Haus zu Haus und wünschen damit ein frohes Fest. Ohne Stefan Raab und die Jugendlichen des Bergerdorfer Trachtenvereins wäre das Treffen nicht so erfolgreich gewesen.

Das Bild zeigt die Kinder der Asylanten und des Trachtenvereins, die keine Berührungsängste zeigten.

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg