Vinzenztag in Frasdorf

Traditionsgemäß wurde in der Pfarrkirche St. Margaretha in Frasdorf wieder der Namenstag des heiligen Vinzenz, des Schutzpatrons der Holzarbeiter und Waldbesitzer, mit der Vinzenzmesse gefeiert. Zahlreiche Frasdorfer, die sich auch heute noch der Waldarbeit verbunden fühlen und auch Gäste aus der Region und Nachbarlandkreisen waren gekommen, um den „Holzknechtfeiertag“ in Frasdorf zu begehen.

Die Holzarbeiter dankten dem heiligen Vinzenz für seinen Schutz im vergangenen Jahr und baten gleichzeitig um den weiteren für das kommende Jahr. Der Geistliche bezeichnete den heiligen Mann als tiefgläubigen Menschen, der wegen seines Glaubens, den Märtyrertod erleiden musste. Bis in die 90-er Jahre des letzten Jahrhunderts luden die Holzknechte noch alljährlich zum Ball in die Lamstoahalle ein. Dieser Brauch ist mittlerweile abgekommen, so wie viele Tanzveranstaltungen und Bälle in der Region verschwunden sind. Am Vortag trafen sich die Holzknechte aus dem Priental bereits in Aschau, auch hier hat der Holzknechtfeiertag eine lange Tradition. Baron von Cramer-Klett führte schon vor dem Ersten Weltkrieg ein gemeinsames Mittagessen all seiner im Forst beschäftigten Mitarbeiter ein. Bei einem Gottesdienst in der Pfarrkirche, umrahmt von den Hohenaschauer Musikanten, gedachten sie aller im Forst verunglückten und verstorbenen Holzknechte. Anschließend traf sich alles in der „Kampenwand“ zum gemeinsamen Essen, dabei gab es reichlich Gelegenheit zum Fachsimpeln über den Holzeinschlag und die Holzbergung im Oberen Priental.

Text und Foto: Heinrich Rehberg

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg