Viele Ansätze – ein Ziel: den Regenwald schützen!

Rosenheim – Der Regenwald bedeckt 7 Prozent der Erdoberfläche, gehört mit seiner Artenvielfalt zu den wichtigsten Ökosystemen der Erde und ist durch Brandrodung, Ausbeutung und Bewirtschaftung akut bedroht.

Der Schutz des Regenwaldes fängt vor der Haustür an, das zeigte der Aktionstag „Rettet den Regenwald“ des Ausstellungszentrums Lokschuppen zum Internationalen Tag der Artenvielfalt am 22. Mai. Organisationen und Verbände stellten ihre Aktionen vor – vielfältig, aber doch mit einem Ziel: die Menschen für den Regenwald und den schonenden Umgang mit Ressourcen zu interessieren. So setzt Monika Wechselberger vom „Eine-Welt-Laden“ in Rosenheim auf den Fairen Handel. Mit dabei hatte sie Wildkaffee aus Äthiopien, Honig aus Mexiko, Bambusschüsseln aus Indonesien oder Schokolade aus Papua Neuguinea. „Das Bewusstsein der Verbraucher für fairen Handel in Rosenheim wächst, ist aber noch ausbaufähig“, meinte sie. Der Bund Naturschutz will unter anderem mit einem Bio-Einkaufsführer für ein Umdenken der Verbraucher sorgen. „Massentierhaltung bedeutet, dass Tiere mit Soja aus Regenwäldern gefüttert werden. Deshalb ist der hohe Konsum an billigem Fleisch in Deutschland auch für den Regenwald schlecht“, so Gudrun Huber von der Kreisgruppe Rosenheim. Auf einem Flugblatt riet sie den Verbrauchern auch, auf Palmölprodukte zu verzichten, kein Tropenholz zu kaufen und Papier zu sparen.

„Hilfe zur Selbsthilfe“ ist der Ansatz der Entwicklungshilfegruppe EG Solar aus Altötting. Der Vorsitzende Hans Michlbauer präsentierte einen großen Parabol-Solarkocher. Mitten in einem Parabolspiegel steht ein Kochtopf. „Bei Sonnenschein ersetzt das einen Elektroherd, man braucht auch kein Holz zum Erhitzen“. Die Initiative ist weltweit unterwegs. In Entwicklungsländern baut sie vor Ort den Solarkocher auf und bildet die Menschen zu „Solar-Köchen“ aus. Ein scheinbar kleiner Kocher mit großer Wirkung. „Wir haben in 80 Ländern der Erde bereits 40.000 solcher Kocher aufgebaut. Es hilft, das Abholzen von Wäldern einzuschränken.“

Mit dabei beim Aktionstag waren noch Greenpeace, die Partnerschaft Asháninka vom Nord-Süd-Forum München und der Verein Pro Regenwald e.V.

Zahlreiche Besucher der Ausstellung REGENWALD im Lokschuppen nutzten die Gelegenheit und informierten sich darüber, wie sie selbst den Regenwald schützen können. So reisten Daniel und Noreen Hüttel mit ihren Kindern Hannah und Eva aus Gräfelfing nach Rosenheim. “Wir haben uns bisher kaum mit dem Thema Regenwald auseinander gesetzt, obwohl wir durchaus umweltbewusst leben“, sagte Daniel Hüttel. „Hier war für uns einiges neu, das Solarprojekt zum Beispiel finden wir toll. Als Familienvater möchte ich aber auch, dass sich meine Kinder frühzeitig mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander setzen.“

 

REGENWALD
Eine Ausstellung der VERANSTALTUNGS + KONGRESS GmbH Rosenheim in Kooperation mit den Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns und dem Museum Fünf Kontinente.

Ausstellungszentrum Lokschuppen Rosenheim
Rathausstraße 24, 83022 Rosenheim
Öffnungszeiten: 11. April bis 23. November 2014
Mo – Fr von 9 – 18 Uhr I Sa, So u. Feiertag von 10 – 18 Uhr

Telefon: +49 (0) 80 31 / 3 65 90 36  E-mail: lokschuppen@vkr-rosenheim.de

Andrea Aschauer

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