Unterwössener Bürger unterstützen Trachtler beim Gaufest

Eine gesunde Mischung aus Neugier und Hilfsbereitschaft trug dem Unterwössner Trachtenverein D‘Achentaler einen gut gefüllten Wössner Gemeindesaal ein. Erstmals traten die Trachtler an die breite Öffentlichkeit ihre Planungen zum diesjährigen Gaufest des Chiemgau-Alpenverbandes in Unterwössen vorzustellen. Trachtenvorstand Reinhard Kurz-Hörterer freute sich über den guten Besuch. Er begrüßte zu diesem Abend den Schirmherrn des Gaufestes, Bürgermeister Ludwig Entfellner, den Ehrenvorstand der Trachtler Otto Dufter sen., viele Vertreter der Ortsvereine aus Ober- und Unterwössen und Bürger. D’Achentaler richten vom vom 28. Juli bis zum 7. August das 80. Gautrachtenfest aus. Es ist zugleich ihr 125-jähriges Gründungsjubiläum.
Es ist das Gaufest des Chiemgau-Alpenverbandes, jenes Verbandes aus 23 Trachtenvereinen im Chiemgau, das traditionell er jährlich um den letzten Sonntag im Monat Juli feiert. Er vergibt das Gaufest auf Bewerbungen der Vereine an einen Ortsverein, schilderte Kurz-Hörterer. Dieser Verein richtet zum einen die eigentlichen Veranstaltungen des Gaus aus. Das sind das Gaudirndldrahn, der Heimatabend, der Festsonntag, das Tanzfest und das Gaupreisplatteln. Darum veranstaltet der Heimatverein ein ansprechendes eigenes Programm, das er allein verantwortet. Aber auch für die festen Gauveranstaltungen übernimmt ausschließlich der Heimatverein die finanzielle Verantwortung.
Zuletzt haben D‘Achentaler 1998 das Gaufest in Unterwössen ausgerichtet, als sich damals kein Bewerber fand. Kurz-Hörterer erinnert an alte Zeiten. Das Zelt, damals am Streichenweg, hatte eine Grundfläche von 55 × 25 m. Der Zeltanbau sei 25 × 25 m groß gewesen. Heuer messe der Zeltanbau 60 × 25 m. Damals hätten im Festzug 2700 Trachtler teilgenommen, im letzten Jahr in Prien seien es 4500 Teilnehmer gewesen. Hinzu kämen – so schätzte Bürgermeister Ludwig Entfellner aus seiner Erfahrung als ehemaliger Gauvorstand – bis zu 10.000 Zuschauer an den Straßen. Das zeigt, so Kurz-Hörterer, wir brauchen jede Unterstützung aus dem Dorf. Darum bitte ich schon jetzt.
Festwirt für die Woche vom 28. Juli bis 7. August ist die Firma Manfred Werner, Kolbermoor, die sich über viele Jahre als Gastronom und Zeltverleiher der Gaufeste bewährt habe. Das Bier komme vom Hofbräuhaus Traunstein, kündigt der Vorstand an. Der Standort des Zeltes gleicht dem zum Jubiläum der Musikkapelle 2011 in unmittelbarer Nähe zur Grund- und Mittelschule. Bestandteil der dort am Burgweg entstehenden Zeltstadt ist auch ein 25 x 16 Meter großes Barzelt, dass die Aktiven im Trachtenverein betreuen.
Der Kirchenzug führt vom Antreteplatz südlich des Festzeltes über den Burgweg, den Postweg und die Hauptstraße zum Gottesdienst im Kurpark. Der große Festzug am Nachmittag führt in einer noch größeren Runde bis zur Bäckerei Guggenbichler und von dort über die Hauptstraße nach Süden bis zur Einmündung Kaltenbachweg und von dort zurück.
Der stellvertretende Vorstand Otto Dufter stellte das Festprogramm ausführlich dar vom Tag der Betriebe am Freitag, 28. Juli, bis zum Sonntag mit dem Gaupreisplatteln am 7. August. Nur ein Tag, der Montag, bleibt ein Ruhetag. Ansonsten bieten die Trachtler ein buntes Programm mit viel Musik und Tanz. (Wir stellen das gesondert vor.) Uschi Auer berichtete, dass Frauen im Trachtenverein und ihre Helferinnen viel vorbereitet haben. Die Festzeichen für die unterschiedlichen Abende sind weitgehend fertig. Das Girlandenbinden steht bald an.
Der Bitte von Reinhard Kurz-Hörterer an die Vereine und Bürger, den Trachtenverein in seinem Gaufest kräftig zu unterstützen, folgte Bürgermeister und Schirmherr Ludwig Entfellner: Das Gaufest habe sich über die Jahrzehnte im Chiemgau einen hervorragenden Ruf erworben. D’Achentaler belegten, dass sie dem gerecht werden. Sie hätten alles „generalstabsmäßig vorbereitet“. Dafür sprach Entfellner ihnen „großen Respekt“ aus, „Griabig!“ Er, der Bürgermeister, habe eine große Bitte. „Ein Verein allein kann das nicht packen. Wir brauchen jeden. Lasst uns gute Gastgeber sein und selbst Freude und Gaudi haben.“ Entfellner weiter: „Ich bin sehr guter Dinge im Hinblick auf das Fest und freue mich schon.“
Die zahlreichen Vereinsvertreter aus Ober- und Unterwössen ließen erkennen, dass sie mit ihren Mitgliedern kräftig anpacken werden – vom Kuchenbacken bis zum Zeltaufbau. Erste sagten konkrete Arbeiten zu. Die Helferlisten füllen sich. Ein Ort steht zusammen. Das zeigte sich im anschließenden gemütlichen Teil, zu dem Musikanten aus dem Trachtenverein aufspielten.

________________ Bildunterschrift -01_______________
Nach vielen Monaten der Planung stellte der Trachtenverein D‘Achentaler, Unterwössen, mit Vorstand Reinhard Kurz-Hörterer, erstmals das Programm zum diesjährigen Gautrachtenfest des Chiemgau-Alpenverbands der breiten Öffentlichkeit vor. Kurz-Hörterer warb zugleich um Unterstützung durch Ortsvereine und Bürger.
________________ Bildunterschrift -02_______________
Um den vielen Tausend Besuchern während des diesjährigen Gautrachtenfestes Ende Juli gerecht zu werden, errichtet der Trachtenverein D‘Achentaler auf dem Gelände neben der Schule eine Zeltstadt. Diese und weitere Einzelheiten stellten D‘Achentaler im gut besuchten Wössner Gemeindesaal erstmals der breiten Öffentlichkeit vor.
________________ Bildunterschrift -03_______________
Nachdem der Vorstand im Trachtenverein D‘Achentaler das Gaufest des Chiemgau-Alpenverbandes im Juli im großen Rahmen dargestellt hatte, erläuterte der stellvertretende Vorstand Otto Dufter das Programm der Festwoche anhand der neuen Festschrift.

Text und Bilder: Ludwig Flug

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg