Trachtler-Eröffnungsfeierlichkeiten in Holzhausen begannen mit einem Bürgerfest

Mit einem feierlichen Festgottesdienst in der Holzhausener St. Valentinskirche, zelebriert von Pfarrer Simon Ascherl, begannen heute die Einweihungsfeierlichkeiten des nagelneuen Trachtenkulturzentrums des Bayerischen Trachtenverbandes in Holzhausen bei Landshut. Danach marschierten die interessierten Holzhauser Bürgerinnen und Bürger, angeführt von der Holzhauser Bachofa-Musi zum ehemaligen Pfarrhof des Ortes, der jetzt das Zentrum der bayerischen Trachtler ist.Landesvorsitzender Max Bertl begrüßte die rund 250 interessierten Bürgerinnen und Bürger im gerade fertiggestellten Augustiner-Stadl und lud zu einem Weißwurstfrühschoppen ein. Danach hatten alle Gelegenheit, sich die neuen Gebäude anzuschauen und deren Funktionen erklären zu lassen. „Vor zehn Jahren hätte sich das niemand vorstellen können, dass das einmal so schön wird!“ meinte ein begeisterter Besucher. Ein anderer sagte: „Da müssen jetzt selbst die größten Kritiker Ihren Hut ziehen, vor dieser einzigartigen Leistung.“
In seiner Festansprache bedankte sich Bertl bei den Holzhausern dafür, dass sie zehn Jahre Großbaustelle ohne Murren ertragen haben und auch für die mannigfaltige Unterstützung vieler Holzhauser mit ihrer Arbeitskraft und auch Gerätschaften wenn gerade Not am Mann war. Besonders bedankte er sich für die dauerhafte Unterstützung und Hilfe bei der Holzhausener Wirtin Hedi Neumeier, sowie bei Gerhard Hofstetter und Konrad Eberl mit einem Ehrengeschenk.
Ein Höhepunkt des Tages war die Uraufführung der Tonbildschau „Pfarrer Ostner und die Pfarrei Holzhausen“. Die 20-minütige AV-Produktion wurde vom Sachausschuss Öffentlichkeitsarbeit in Zusammenarbeit mit Wolfgang Lehmann vom AV-Stammtisch München e.V. extra für diesen Anlass produziert. Sie zeigt die 1200-jährige Geschichte der Pfarrei auf und stellt das Wirken von Pfarrer Anton Ostner in Holzhausen vor. Der letzte Ökonomiepfarrer der Diözöse München und Freising war nicht nur Seelsorger, sondern auch Landwirt und Bauherr. Als solcher hatte er neben dem Pfarrhof auch die sieben Kirchen der Pfarrei instand zu Halten. Sachausschussvorsitzender Hans Menzinger bedankte sich bei allen, die an der Umsetzung der Produktion mitgewirkt haben, insbesondere bei den Mesner/innen der sieben Kirchen, aber auch bei allen, die historische Bilder beigesteuert haben, bei der Sprecherin Eva Lell vom BR und bei Hedi Neumeier für die Organisation vor Ort. Bevor es dann bei Kaffee und Kuchen, gebacken von den Holzhauser und Hinterskirchner Frauen, zum gemütlichen Teil überging, konnten sich die interessierten Zuschauer noch in einer weiteren Tonbildschau mit ausgewählten Bildern über die zehnjährige Bauzeit des Projekts informieren.

Bericht und Fotos: Hans Menzinger

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg