Trachtengau Niederbayern erfreute mit Heimatabend bei Maximilians in Berlin

Nachdem die Trachtengruppen des Trachtengaus Niederbayern am Sonntagnachmittag, zum Abschluss der Grünen Woche, in der Bayernhalle noch einmal für Hochstimmung gesorgt haben, trafen sie sich abends bei Maximilians zu einem gemütlichen Beisammensein.

Zunächst war eine deftige Brotzeit angesagt. Dann leitete der Sebastian Schaller (2. Gau-Musikleiter) an der Steierischen den musikalischen Teil ein. Dazu gesellte sich bald der Johann Schedlbauer (1. Vorstand vom Trachtenverein Bogen) mit der Gitarre. Nach dem Motto „wo Musik gespielt wird, da wird auch getanzt“, formierte sich dann auch die Gau-Tanzgruppe unter der Leitung von Edgar Holz (aus Lalling), Sachgebietsleiter Volkstanz Niederbayern. Zwischen den beeindruckenden Trachtentänze sorgte dann noch der Chor des Trachtenvereins Bogen für weitere Hochstimmung. Hierbei zeigte der Vorstand Johann Schedlbauer auch seine Qualitäten als Chorleiter.
Gefehlt hat dann nur noch, dass die Goaßl-Schnalzerinnen und -Schnalzer vom Trachtenverein Münster, Hallertau, ihre Goaßln ausgepackt hätten. Die haben aber ihr Können bereits nachmittags in der Bayernhalle in beeindruckender Weise gezeigt.
Auch die Bogener hätten noch eine weitere Musikgruppe dabei gehabt, nämlich die Stubenmusik „Flederwisch“, wie mir die Gau-Pressewartin Michaela Schedlbauer erklärt hat. Bekannt ist die Stadt Bogen nicht nur ihre vielseitigen Trachtenverein, sondern insbesondere dadurch, dass von dort die weiß-blauen Rauten des bayerischen Staatswappens abstammen.
Auch die Trachtler des Trachtenverein Lalling, Landkreis Deggendorf, hatten eine Besonderheit ihrer Heimat, den Lallinger Winkel, zu berichten. Dies ist eine geographische Anordnung von zwei Bergketten im rechten Winkel, nach Süden geöffnet, wodurch kalte Winde und Regen abgehalten werden. Wegen des somit angenehmen Klimas wird der Lallinger Winkel auch als „Meran des Bayerischen Waldes“ bezeichnet.
Vom Landkreis Landshut waren Mitglieder der Trachtenvereine Geigenhausen D‘Vilstaler und Pfeffenhausen (Hallertau) mit nach Berlin gekommen. Dies ist interessanteweise der Landkreis, von dem vor kurzem der Landrat Peter Dreier mit einem Asylantenbus in Berlin war. Die Vilstaler und Pfaffenhausener Trachtlerinnen und Trachtler waren aber zur Grünen Woche in einem ganz normalen Bus nach Berlin gekommen, ohne politische Hintergedanken, rein zur Vermittlung des bayerischen Brauchtums.
Weiterhin waren noch der Heimat und Trachtenverein Deggendorf Stamm, der Volkstrachtenverein Mangolding-Maintraching, sowie der Heimat- und Volkstrachtenverein Immergrün, Straubing, mit von der Partie.
Mit Musik, Tanz und Gesang haben die Niederbayern zum Abschuss der Grünen Woche in Berlin einen zünftigen Heimatabend gestaltet, gemäß den bayerischen Traditionen und der bayerischen Lebensart, der allen Beteiligten sicherlich in positiver Erinnerung bleiben wird. Dabei haben sie insgeheim auch ihren Stolz durchblicken lassen, dass das Trachtenkulturzentrum des Bayerischen Trachtenverbandes im niederbayerischen Holzhausen entstanden ist.
Der Vorsitzende des Trachtengaus Niederbayern Bernd Walter, aus Deggendorf, zeigte sich äußerst zufrieden mit dem Verlauf der Berlin-Reise, die der Edgar Holz, neben seiner Verantwortung für den Volkstanz, hervorragend organisiert hat. Er bedankte sich auch bei dem Berliner Manfred Hartfield für seine Dienste als Fremdenführer und die fürsorgliche Betreuung während des Berlin-Aufenthalts. Besonderer Dank galt dem Hauptorganisator des Bühnenprogramms in der Bayernhalle, dem Toni Hötzelsperger, der sich zu dem Zeitpunkt leider schon auf dem Heimweg nach Samerberg befand.
Mit dem bekannten Volkslied des niederbayerischen Komponisten Ferdinand Neumaier „Mir san vom Woid dahoam“ fand der gesellige Abend einen stimmungsvollen Abschluss.
Evtl. sieht man sich auf unserem 140-jährigen Stiftungsfest am 1. Oktober in diesem Jahr in Berlin wieder.

Helmut Amberger
Verein der Bayern in Berlin e.V.

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg