Studiengang Holzbau in Rosenheim feiert 20-jähriges Jubiläum

Professoren, Mitarbeiter und rund 100 Absolventen fast aller Jahrgänge des Studienganges Holzbau und Ausbau kamen Mitte November anlässlich des 20-jährigen Jubiläums zusammen. Unter den Augen der Gründerväter Prof. Claus Wagner und dem Landtagsabgeordneten Adolf Dinglreiter stellten einige Alumni ihre erfolgreichen und weltweit agierenden Unternehmen und Karrierewege vor.

Ob in Wintersporttribünen in St. Moritz, in der zukünftigen Rheinbrücke bei Rheinfelden oder im Apple Campus in San Francisco – überall dort steckt Know-How des Studienganges Holzbau und Ausbau. Der Erfolg des Studienganges, seiner Absolventen und ihrer Projekte ist mittlerweile auf dem ganzen Globus sichtbar. Dabei stieß das erste Konzept im Jahr 1994 für eine verstärkte holzbauliche Ausbildung innerhalb des Fachbereiches Holztechnik auf Ablehnung. Dem Pioniergeist von Prof. Claus Wagner, der die Entwicklung des Studienganges inhaltlich vorantrieb, und Adolf Dinglreiter, der sich als Landtagsabgeordneter von politischer Seite dafür stark machte, ist der heutige Erfolg zu verdanken.

Nach der Begrüßung durch Prof. Martin Illner und den Präsidenten der Hochschule Rosenheim, Prof. Heinrich Köster, berichteten die Gründerväter persönlich, welche Hürden es damals zu nehmen galt, bis der Studiengang 1995 beim bayerischen Wissenschaftsministerium beantragt werden konnte. Im Wintersemester 1996/97 starteten dann rund 85 Studierende. Seitdem wurde der Studiengang kontinuierlich weiterentwickelt.

Im Rahmen der Feierlichkeiten stellten zehn Alumni ihre aktuellen Projekte vor und berichteten von dem guten und dichten Netzwerk, dessen Wurzeln tief in der Hochschule Rosenheim verankert sind. Die verschiedenen Werdegänge sind gleichermaßen spannend wie unterschiedlich. Neben den klassischen Holzbauern, die heute ihr Geld mit Brücken- und Häuserbau verdienen, zog es andere Kommilitonen beispielsweise ins Europäische Patentamt, zur Berufsfeuerwehr München oder in den Vertrieb von Baumaterialen. Ein Absolvent wanderte in die USA aus, um dort erfolgreich den Holzhausbau zu revolutionieren.

Der Umgang mit Holz hat in Rosenheim Tradition. Nirgendwo sonst auf der Welt wird so viel Holzkompetenz vermittelt wie in Rosenheim. Initialzündung war die Gründung des damaligen Holztechnikums Rosenheim 1925 mit 35 Kursteilnehmern. In den folgenden Jahrzehnten verwurzelte sich die Holztechnische Ausbildung fest mit der Stadt und wurde zum Aushängeschild. Heute arbeiten rund 30 Professoren und über 20 Mitarbeiter an der Fakultät für Holztechnik und Bau und bilden über 1.000 Studierende in den Studiengängen „Holztechnik“, „Holzbau und Ausbau“ und „Innenausbau“ aus.

Foto: Hochschule – Adolf Dinglreiter bei seinem Vortrag

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg