Staatsstraße Wildenwart-Frasdorf wieder befahrbar

„Was lange währt, wird endlich gut. Gottes Segen auf allen Wegen“, wünschte der Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner allen, die künftig die Straße 2093 zwischen Frasdorf und Wildenwart benutzen werden. „Die Menschen wünschen sich Mobilität, wünschen sich damit ein Stück Lebensqualität, dazu brauchen wir funktionierende Straßen, brauchen wir Verkehrsachsen. Diese Straße wird dazu beitragen. Wenn ihr alle glücklich seid, sind wir es auch“. Im Stadel von Lochen am südlichen Ende der Baustelle trafen sich die Vertreter des Straßenbauamtes mit den Mandatsträgern aus Frasdorf und Prien zur Freigabe der neu gebauten Staatsstraße 2093 zwischen Wildenwart und Frasdorf.
„Die politische Spitze ist durch die aktuellen politischen Ereignisse so stark belastet, dass wir keinen hochrangigen politischen Mandatsträger für die offizielle Freigabe und ein damit verbundenes Fest bekommen konnten“, so der Leiter Straßenbau des Staatlichen Bauamtes Rosenheim Christian Rehm. „Wir haben uns daher entschlossen, die Straße im Rahmen eines Pressetermins zu übergeben“. 3,3 Millionen Euro seien in den Neubau dieser rund 2,2 Kilometer geflossen. Das neu gebaute Teilstück der S2093 war in die erste Dringlichkeit im Ausbauplan eingereiht und konnte in der Rekordzeit von knapp fünf Monaten verwirklicht werden. Als Zubringer zur Autobahn A 8 wird die Straße nach dem Vollausbau bis Prien und darüber hinaus, weiter an Bedeutung gewinnen. Wo heute 2500 Fahrzeuge pro Tag angesetzt werden, sind nach Abschluss aller Baumaßnahmen über 4000 pro Tag vorhergesagt.
„Die Österreicher können Straßen bauen“. Christian Rehm bedankte sich bei Bauleiter Michael Mittermaier, Polier Franz Binder und ihren Leuten von der ausführenden Firma HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft aus Perg in Österreich. Beide haben in enger Zusammenarbeit mit dem Straßenbauamt, den weiteren beteiligten Firmen und den Anwohnern ein hervorragendes Ergebnis abgeliefert. Vor allem das ausgezeichnete Verhältnis zu den Nachbarn am Rande der Straße und den Nutzern der Straße, die immer neue Umgehungsmöglichkeiten suchen mussten, sei entscheidend für ein geglücktes Projekt. „Sie haben sich um alles gekümmert, eine Leistung, die wir nur weiter empfehlen können“.
Rehm wies darauf hin, dass der Abschluss der heutigen Arbeiten quasi der Beginn für die neuen Arbeiten am künftigen Bauabschnitt Wildenwart – Bachham mit der Ortsumgehung von Prutdorf sei. Dieser Abschnitt sei eigentlich in die zweite Dringlichkeit eingereiht und somit deutlich nach 2020 zu verwirklichen. Die Marktgemeinde Prien habe in diesem Sommer ein Sonderbaulastverfahren unterschrieben, mit dem der Bau jedoch bereits in den nächsten Jahren verwirklicht werden kann. Dazu muss eine Planung erstellt werden, deren Umsetzung in den kommenden Jahren durchaus realistisch ist. Die Marktgemeinde Prien erhält für diese Maßnahme 70 bis 80 Prozent der entstehenden Kosten.
Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller erklärte, dass das Eröffnungsfest der S2093 mit der Jugendkapelle, mit Bier und Brotzeit auf jeden Fall nachgeholt werde und sei es beim ersten Spatenstich der Priener Nachbarn. Sie bedankte sich bei Bauleiter Mittermaier und Polier Binder für die unkomplizierte Zusammenarbeit auf dem kurzen Weg. „Miteinander denken und miteinander arbeiten“ seien die Garantie für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gewesen, die Firma HABAU habe stets die Interessen der Anwohner und der Gemeinde mit den bestehenden Planungen des Straßenbauamts perfekt in Einklang gebracht.
Die im Vorfeld der Baumaßnahmen den Anliegern versprochene durchgängige Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 70 bleibe ein Ziel der Gemeinde Frasdorf und werde in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und der Polizei in Angriff genommen. Mit dem kombinierten Geh- und Fahrradweg an der Westseite der neuen Fahrbahn sei eine Herzensangelegenheit der Gemeinde Frasdorf in Erfüllung gegangen.
Christian Rehm wies darauf hin, dass die Geschwindigkeitsbeschränkung eine verkehrsrechtliche Anordnung sei, für die das Landratsamt und die Polizei zuständig seien. Eventuelle Anträge seien dort einzureichen. Seine Behörde habe die Straße nach den bestehenden Vorschriften gebaut, die Einführung von Geschwindigkeitsbeschränkungen, die Aufstellung der entsprechenden Schilder und die Kontrolle sei nicht in ihrem Aufgabenbereich.

Bericht und Bilder: Heinrich Rehberg

Foto:
Bauleiter Michael Mittermaier von der ausführenden Firma HABAU – Gemeinderätin Christine Domek-Rußwurm – MdL Klaus Stöttner – Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller – Alfred Schelhas, Dritter Bürgermeister Prien am Chiemsee – Christian Rehm, Leiter Straßenbau des Staatlichen Bauamtes Rosenheim (Von links)

 

Anton Hötzelsperger

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Freier Journalist, Leiter der Gäste-Information Samerberg